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Star Trek: The Next Generation

TNG 2.19 – Mahunt

Nach Conspiracy (1.25) die zweite Folge, in der Data lacht (ich führe Buch). Nach Haven (1.11) die zweite Folge mit Counselor Trois Mutter, Lwaxana Troi, und ihren ständig saufenden Diener Homn. Der Gag mit dem schweren Gepäck geht diesmal auf Rikers Kosten.

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TNG 2.18 – Up the Long Ladder

Neue Folge von Melinda M. Snodgrass. Anfangs hat Worf Schnupfen, was ihn empört, doch Pulaski kann ihn beruhigen, indem sie mit ihm ein klingonisches Tee-Ritual durchführt. Gemeinsam Tee zu trinken ist für Klingonen ein Symbol für das Beste, was man zu zweit tun kann: Sterben. Dann beamt die Enterprise eine gefährdete Menschenkolonie in den Frachtraum, die noch ziemlich unterentwickelt ist, mit Stroh, Tieren und all diesen widerlichen Dingen, über welche die Enterprise-Crew nur die Nase rümpfen kann. Picard will diese in seinen Augen ekelhaften Menschen schnellstmöglich vom Schiff haben. Die stinken ja alles voll! Riker hingegen flirtet direkt mal eine der Frauen an, indem er sich einfach nur vor sie stellt und sie anstarrt. Mehr nicht, starren und grinsen. Sie findet das geil, will sofort mit auf sein Quartier und nach zwei Minuten gibt sie sich ihm hin.In der zweiten Hälfte fliegt die Enterprise zu einer Klon-Kolonie, die nach Generationen des Klonens Probleme mit ihren Genen bekommen haben. Hier kann Picard seine verhassten Ekelgäste abladen, damit sie wieder neuen Schwung in die Gene bringen.

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TNG 2.12 – The Royale

Riker, Data und Worf beamen auf einen Planeten, entdecken eine alte Drehtür, gehen durch und sind mitten in einem Dreiziger-Hotelcasino, wo alles ein bisschen weichgezeichnet ist. Uiuiui, ganz schön seltsam. Irgendwann finden sie eine Erklärung (sie sind gefangen in einem schlechten Kriminalroman des 20. Jahrhunderts, der im Hotel Royale spielt) und können fliehen. Nicht viel über die Folge zu sagen, außer dass es eine lustige Worf-Szene gibt, in der er mit dem Zimmerservice telefoniert. Sonst eher schnarchig, bis auf die Idee der Drehtür in schwarzer Dunkelheit, die an die Tür aus dem Intro von Twilight Zone (1959-1964) erinnert.

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TNG 2.10 – The Dauphin

Wes verliebt sich und holt sich Rat bei Riker, Guinan, Geordi und Worf, der lustvoll-grinsend erklärt, dass die klingonischen Frauen die Männer verprügeln, während die Männer Liebesgedichte vortragen. Ganz so kompliziert ist es nicht für Wesley, denn seine Dauphin ist selbst schon scharf auf ihn, und so verbringen sie ein paar Stunden auf dem Holodeck und im Zehnvorne. Leider ist sie eine Thronfolgerin. Die Enterprise transportiert sie gerade zu dem Planeten, dessen Herrschaft sie nun anzutreten hat. Und leider hat sie eine Gouvernante dabei, die sie um jeden Preis beschützen muss und die gespielt wird von Paddi Edwards, die ich nicht kenne, aber die mit ihrer Kombination aus militärischen Mundbewegungen und aufgerissenen Augen an Miss Tanner in Suspiria (1977) erinnert, gespielt von Alida Valli. Zudem ist diese Gouvernante auch noch eine Shapeshifterin, die sich ein mal kurz, warum auch immer, in Mädchen Amick verwandelt, bekannt als Shelley aus Twin Peaks (1990-1991), ein mal in einen Ewok und ein mal in einen Spacegrizzly. Und diese Gouvernante will natürlich nicht, dass Wes was mit der Dauphin hat. Irgendwann verwandelt sich auch die Dauphin in so einen Spacegrizzly, denn, wer hätte es gedacht, sie ist auch eine Shapeshifterin. Was Wesley ziemlich verstört, war seine Geliebte doch vorher so schön, so perfekt, so immer am Lächeln. Seine Lektion, dass in jeder Frau ein Monster steckt, hat er nun gelernt.

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TNG 1.25 – Conspiracy

Zu diesem Zeitpunkt eine nötige Folge, auch für dieses seltsame Projekt hier. Mit Conspiracy atmet The Next Generation die Horrorluft. Das erzeugt sofort eine bislang unbekannte Dringlichkeit, mit Würmern zum Abendessen, explodierenden Köpfen und aus Bäuchen brechenden Viechern. Leider brechen diese Viecher nicht aus Bäuchen der Hauptbesatzung der Enterprise, sondern nur aus dem des ohnehin unsympathischen Remmick. Er war der Leiter der Picard-Untersuchung in Coming Of Age.

Im ersten Drittel gibt es auch ein paar klassische Comedy-Bits. Die Brückencrew unterhält sich über die Vorzüge des Schwimmens. Da sagt Worf: Swimming is too much like bathing. Außerdem darf Worf in dieser Folge zum ersten Mal kämpfen, und zwar ganz ehrenhaft Mano-a-Mano. Nur hat Worf keine Chance und Beverly Crusher muss ihn retten.

Nebenbei lacht Data zum ersten Mal über einen Witz von Geordi La Forge. Erst erklärt er den Witz mit großer Präzision, dann beginnt er das Lachen. Später erklärt Data dem Computer einen Sachverhalt und der Computer unterbricht ihn, das reicht. Schon eine nette Folge.

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TNG 1.23 – Skin of Evil

Zu Beginn dieser Folge flirtet Tasha mit Worf. Er komplimentiert ihre Kampf-Fähigkeiten, da schaut sie ihn ganz verliebt an. Nie kriegt sie Komplimente. Zehn Minuten später ist sie tot. Ein sadistisches Glibbermonster hat sie getötet, weil es einfach Lust dazu hatte. Anstatt selbst zum Bodenteam zu gehören, möchte Worf den Einsatz gegen das Glibbermonster lieber von der Enterprise aus koordinieren. In Wahrheit ist er einfach traurig und wütend und will nicht an den Ort ihres Todes.

Statt uns zum Schluss einer endlosen Wiederbelebungsszene auszusetzen und einer peinlichen Bestattung auf einer Windows-XP-Wiese, hätte ich lieber Worf gesehen, wie er sein klingonisches Bestattungsritual (laut Schreien) an Tasha ausführt. Traurig ist ihr Tod trotzdem. Umso seltsamer, wenn dann mitten in der Trauer der Abspann mit Jerry Goldsmiths beschwingtem Star Trek-Theme einsetzt. Das Format einer Fernsehserie war damals noch schön unbarmherzig. Ich bin gegen gefühlsduselige Songs am Ende einer Serienfolge. Der Serienspaß muss knallhart weiter gehen.

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TNG 1.20 – Heart of Glory

Worf spielte bislang in keiner Folge eine Rolle, die über gelegentliche Meinungsäußerungen hinaus ging. Jetzt tauchen zum ersten Mal Klingonen auf, in einem bedrohlichen Warbird. Und klickende Percussions zitieren Jerry Goldsmiths Klingonen-Theme aus Star Trek: The Motion Picture, ein freudig-martialische Stück. Eine sonst eher najaige Folge wird dadurch etwas besser.

Die Kriegsverherrlichung der Klingonen kommt vor allem in der martialischen Poetik ihrer Sprache zum Ausdruck. Hier vor allem in einer Dialogsequenz in Worfs Quartier, die in einem langen Mastershot gedreht wurde. Zuvor löste die Serie ihre Dialoge fast immer in Nahaufnahmen auf, um die Schauspielerei im Schnitt herzustellen. In dieser Szene braucht es das nicht, weil die klingonische Theatralik gute Schauspieler hervor bringt. The true test of a warrior is not without, it is within! Das kann man gar nicht sagen, ohne dass es stark klingt. Bei schwächlicher Wissenschaftlersprache übers Konfigurieren muss man hingegen schneiden.

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TNG 1.8 – Justice

Rubicon III ist ein Sexplanet. Hier leben die Edo. Die Edo sind leicht bekleidet, gut gebaut, weiß, blond, willig, joggen immer, grüßen sich mit Worten wie Gesundheit und Liebe und die Wiesen sind grün und die Blumen bunt. Natürlich muss die Enterprise dort Rast machen und als die geilen Edo die Bodencrew mit eng anschmiegenden Umarmungen begrüßen, werden Counselor Troi und Sicherheitschefin Tasha Yar ganz rot in den adonischen Bizepsen, während sich bei Riker und La Forge die Hosen ausbeulen. Auch Worf zeigt Regungen (Nice planet!). Später gibt es ein Gespräch zwischen Worf und Riker, in dem Riker neidisch auf Worfs klingonische Sexpotenz ist, während sich Worf beklagt, diese nicht an den zierlichen Edo-Frauen ausleben zu können.

Wesley Crusher ist auch dabei und hat, wie das so ist bei pubertierenden Jungs, nicht das geringste Interesse an Sex. Er geht lieber breit lächelnd mit den Planetenjugendlichen joggen. Auf Rubicon III wird Sex offenbar ab genau dem Tag interessant, an dem die Volljährigkeit erreicht ist, und ab da interessiert man sich nie wieder für irgendwas anderes. Ein Mädchen will, dass Wesley ihr Ballspielen beibringt. Da wird auch Wesley rot. Und so bringt er den Jugendlichen Ballspielen bei und sie joggen und lachen und werfen sich den Ball zu und sagen Hui und Hahaha. Leider fliegt der Ball in ein Blumenbeet und Wesley holt ihn raus. Sofort kommt die Polizei und verhört Wesley. Wesley gibt zu, er sei tatsächlich ins Blumenbeet gesprungen, um den Ball zu holen. Als die Polizei über Wesleys Ehrlichkeit erstaunt ist, sagt Wesley: I’m with Starfleet! We don’t lie! Für sein schlimmes Vergehen wird Wesley zum Tode verurteilt, worüber Worf sich dann seltsam unworfig empört.

Im Gegensatz zu Code of Honour, wo Picard der entführten Tasha Yar befahl, entsprechend der ligoniaschen Kultur einen Kampf auf Leben und Tod zu bestreiten, ist Picard in dieser Folge sofort bereit, Wesley aus der Gefahr heraus zu beamen. Das geht aber nicht, denn im Orbit des Sexplaneten kreist ein mächtiges Raumschiff, aus dem heraus ein blauer Ball hinüber auf die Enterprise fliegt und erklärt, die Enterprise solle dem Sexplaneten ihre föderalen Werte nicht aufdrängen. Der blaue Ball verhindert, dass Wesley hoch gebeamt werden kann. Am Ende kann Picard, kraft seiner Weisheit, den Ball aber doch überreden und alles wird gut.

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TNG 1.3 – The Naked Now

Das ist die Folge, in der die Crew wegen einer mysteriösen Strahlung (oder so) besoffen wird und wilde Orgien feiert. Heute ist das lustig zu sehen, aber es ist eine seltsame Idee für die erste reguläre Folge einer Serie. Die Charaktere sollen komödiantisch aus ihren Rollen fallen, obwohl wir noch gar nicht wissen, welche Rollen sie überhaupt spielen. Berühmt ist die Folge, weil Data und Sicherheitschefin Tasha Yar miteinander schlafen. Interessant für Roboter-Ethiker ist, wenn Yar ihm am Ende sagt, „It never happened“, und einfach weg geht. Ist das okayes Verhalten, weil Data keine Gefühle hat? Oder hätte Yar ihn hier wie einen gleichwertigen Menschen behandeln sollen? Und was ist überhaupt mit dem ganzen Sex unter Alkohol? Wie macht die Crew das im Nachhinein miteinander aus? Wird es Anzeigen geben?

Ich mochte die Folge immer. Sie war mein ernsthafter Einstieg in die Serie, damals im Rerun auf Kabel 1. Diesmal fiel mir vor allem Worf auf. Er ist der beste Gag der Folge, denn er ist völlig unbeeindruckt über das Abgleiten der Crew in den Wahnsinn. Für ihn sind Menschen eh bekloppt.