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Star Trek: The Next Generation

TNG 4.9 – Final Mission

Wesley hatte in den letzten Folgen nicht mehr viel zu tun. Jetzt sagen wir Tschüs, und zwar im Rahmen einer Schuttle-Absturz-Episode. Die beste Shuttle-Absturz-Episode heißt The Flight of the Phoenix (1965). James Stewart, Richard Attenborough, Ernest Borgnine, Hardy Krüger, Peter Finch und andere in der Sahara, wo ihnen die Sonne unbarmherzig das Testosteron wegdunstet.

Final Mission geht nicht ganz so an die Substanz. Wir sehen Captain Picard aus Mangel an Wasser fast sterben und Wesley Crusher sich um ihn kümmern. Abgestürzt sind sie zusammen mit Captain Dirgo, der sich Captain nennt, obwohl er nur ein kleines Shuttle fliegt, was Picard und seine Crew dazu veranlasst, sich Blicke zuzuwerfen, die sagen: Hahaha, was für ein Idiot! Die Folge schmeichelt dieser Arroganz, indem sie Dirgo auf dem Wüstenplaneten zur größten Gefährdung für das Leben Picards erklärt. Wir kennen diesen Stereotyp aus vielen amerikanischen Horrorfilmen, in denen Großstädter von Provinzlern abgeschlachtet werden, weil der Wohlstand der Großstädte auf Kosten der Provinzler geht.

Jedenfalls bietet die Folge Krankenbettszenen, in denen sich Wesley und Picard ihre Gefühle gestehen. Zuvor eine Wüstenwanderung mit übersättigten Farben wie zehn Jahre später in Pitch Black (2000), Aufnahmen der grellen Sonne wie in Lawrence of Arabia (1962), lange Brennweiten, die den Raum so zusammen drücken, dass es aussieht als kämen die Figuren nicht voran, und einen netten Orchester-Score mit schneidenden Streichern und zyklischen Melodien, die das Brennen der Sonne und die Unendlichkeit der Wüste untermalen.

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TNG 4.2 – Family

Family ist der Epilog zu The Best of Both Worlds, in dem Picard seine Familie in Frankreich besucht, Wesley mit seinem toten Vater abschließt und Worfs Eltern ihn auf der Enterprise besuchen, was Worf natürlich erst nervt, aber später findet er es doch gut und die Eltern freuen sich. Die Konfrontation zwischen Picard und seinem Bruder ist uninteressant, aber irgendwie hat es mich doch ergriffen, wie er ihm unter Schlamm und Tränen gesteht, dass seine Zeit bei den Borg ihn gebrochen hat. Und der arme Riker wurde vom Captain wieder zum Ersten Offizier degradiert.

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TNG 3.21 – Hollow Pursuits

Die erste Barclay-Folge. Barclay ist ein Offizier, der unter geringem Selbstbewusstsein leidet und sich auf dem Holodeck, wo er die echte Crew simuliert, wie der König aufspielt. Hier hat er eine Romanze mit Counselor Troi und besiegt Data, Picard und La Forge im Fechten. Im Arbeitsalltag auf der Enterprise kriegt er die Dinge nicht so gut hin. Immer wieder ist die Rede vom Enterprise-Standard, den Barclay nicht erfüllt, und viele geben ihm den Spitznamen Brocoli. Vor allem Wesley Crusher tut sich als Arschloch hervor, das Spaß an Barclays Unsicherheit hat. Gute Folge. Am besten ist Trois Reaktion auf Barclays Holodeck-Variante von ihr, die berühmte Muzzle It-Szene.

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TNG 3.1 – Evolution

Neues Intro, neue Uniformen (mit Schulterpolstern), ein tieferes Blau in der Schrift, Wackelkamera und Rückkehr Beverly Crushers. Die Beleuchtung ist besser geworden, nicht mehr so flach, alles gleich hell, sondern nun auch Schatten, viel dynamischer. Im Vergleich zu vorher erinnert Picards Büro fast schon an Film Noir. Die Folge handelt von Nanorobotern, die Wesley Crusher aus Versehen zu einer neuen, intelligenten Spezies hoch gezüchtet hat, welche sich in die Schaltkreise der Enterprise frisst und das Schiff zu zerstören droht. Am Ende einigt man sich.

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TNG 2.19 – Mahunt

Nach Conspiracy (1.25) die zweite Folge, in der Data lacht (ich führe Buch). Nach Haven (1.11) die zweite Folge mit Counselor Trois Mutter, Lwaxana Troi, und ihren ständig saufenden Diener Homn. Der Gag mit dem schweren Gepäck geht diesmal auf Rikers Kosten.

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TNG 2.17 – Samaritan Snare

Plot A zeigt Picard und Wesley auf einem Shuttleflug hin zu einer Raumbasis. Dort wartet eine Herzoperation auf Picard, die eigentlich auch Pulaski auf der Enterprise durchführen könnte, aber das will Picard nicht, aus Angst um sein Image als unastastbarer Captain. Während des Shuttleflugs sprechen Wesley und Picard bei Kaffee und Stulle über Picards Vergangenheit, was nicht sonderlich interessant ist. Auf der Raumbasis kommt es während der OP zu Komplikationen, die zu beherrschen der behandelnde Arzt nicht qualifiziert ist. Wirkt seltsam, schließlich ist Picard extra für diese OP zu dieser Raumbasis gereist, aber irgendwo muss das bisschen Drama ja herkommen. Am Ende muss dann doch noch mal Pulaski ran. Die knallroten OP-Kittel sind eine Anspielung auf David Cronenbergs ekligsten Film Dead Ringers (1988), der zur Zeit der Produktion dieser Folge bestimmt noch in den amerikanischen Kinos lief.

Plot B zeigt die Enterprise in Konfrontation mit den Pakled. Die entsprechen ziemlich genau dem Klischee geistig Behinderter: fett, hässlich, lassen beim Reden die Verben weg und führen Böses im Schilde. Die Crew spricht entsprechend von oben herab mit ihnen. Mal wieder ziemlich diskriminierend, das weltoffene Star Trek.

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TNG 2.15 – Pen Pals

Nach The Measure of a Man wieder eine gute Data-Folge von Melinda M. Snodgrass. Data antwortet auf Radiosignale eines Mädchens, das hobbymäßig nach Signalen von Außerirdischen sucht. Ihr Volk ist noch nicht allzu weit entwickelt. Daher ist, was Data tut, illegal. Raus kommt es erst, als klar wird, dass der Planet des Mädchens kurz vor der Explosion steht und Data Picard bittet, den Planeten durch eine technische Operation zu retten, was natürlich zu Diskussionen über die Prime Directive führt und das Publikum zu Fragen nach Datas Menschlichkeit anregen soll. Zugleich soll Wesley das erste mal ein Kommando übernehmen, und zwar über ein Forschungsprojekt. Das Kommandieren fällt ihm nicht leicht und da holt er sich von Riker ein paar Tipps.

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TNG 2.10 – The Dauphin

Wes verliebt sich und holt sich Rat bei Riker, Guinan, Geordi und Worf, der lustvoll-grinsend erklärt, dass die klingonischen Frauen die Männer verprügeln, während die Männer Liebesgedichte vortragen. Ganz so kompliziert ist es nicht für Wesley, denn seine Dauphin ist selbst schon scharf auf ihn, und so verbringen sie ein paar Stunden auf dem Holodeck und im Zehnvorne. Leider ist sie eine Thronfolgerin. Die Enterprise transportiert sie gerade zu dem Planeten, dessen Herrschaft sie nun anzutreten hat. Und leider hat sie eine Gouvernante dabei, die sie um jeden Preis beschützen muss und die gespielt wird von Paddi Edwards, die ich nicht kenne, aber die mit ihrer Kombination aus militärischen Mundbewegungen und aufgerissenen Augen an Miss Tanner in Suspiria (1977) erinnert, gespielt von Alida Valli. Zudem ist diese Gouvernante auch noch eine Shapeshifterin, die sich ein mal kurz, warum auch immer, in Mädchen Amick verwandelt, bekannt als Shelley aus Twin Peaks (1990-1991), ein mal in einen Ewok und ein mal in einen Spacegrizzly. Und diese Gouvernante will natürlich nicht, dass Wes was mit der Dauphin hat. Irgendwann verwandelt sich auch die Dauphin in so einen Spacegrizzly, denn, wer hätte es gedacht, sie ist auch eine Shapeshifterin. Was Wesley ziemlich verstört, war seine Geliebte doch vorher so schön, so perfekt, so immer am Lächeln. Seine Lektion, dass in jeder Frau ein Monster steckt, hat er nun gelernt.

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TNG 1.21 – Symbiosis

RIKER (über Sonneneruptionen):
The violence of those eruptions is awesome.

TASHA (über Drogen):
Wesley, on my home world, there was so much poverty and violence that for some people, the only escape was through drugs.
WESLEY:
How can a chemical substance provide an escape?
TASHA:
It doesn’t. But it makes you think it does.
WESLEY:
I guess I don’t understand.
TASHA:
Wesley, I hope you never do.
Data schaut verwirrt. In was für einer Serie bin ich eigentlich?

PICARD (zu Crusher):
Beverly, the Prime Directive is not just a set of rules, it is a philosophy, and a very correct one. History has proved again and again that whenever mankind interferes with a less developed civilization, no matter how well intentioned that interference may be, the results are invariably disastrous.

Möööp.

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TNG 1.19 – Coming of Age

Während sich Wesley Crusher an der Aufnahmeprüfung der Sternenflotten-Akademie versucht, wird die gesamte Enterprise-Crew über Captain Picard verhört. Scheinbar wird Picard einer bösen Tat verdächtigt. Das führt zu allerhand Szenen, in denen die einzelnen Mannschaftsmitglieder ihre Loyalität für Picard erklären, wie super er ist und so. Da fiebert man natürlich mit. Der Grund für die Untersuchung wird nicht wirklich aufgeklärt, es bleibt also zum ersten Mal etwas im Unklaren.

Auch zum ersten Mal ist ein Shuttle zu sehen (die Innenbeleuchtung besteht noch aus schief angebrachten Lichterketten). Ein Teenager, der nicht zur Akademieprüfung zugelassen wurde, hat es gestohlen, sein Leben ist zerstört, er ist ein Loser. Nun ist er in Lebensgefahr, doch Picard rettet ihm das Leben, damit wir verstehen wie toll Picard ist. Am Ende bedankt sich der suizidale Teenager unterwürfig bei Picard. Dass der Leistungsdruck der Sternenflotte zu viel sein könnte, da kommt niemand drauf.