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Star Trek: The Next Generation

TNG 3.15 – Yesterday’s Enterprise

Durch eine Weltraum-Anomalie wird der Lauf der Zeit verändert und plötzlich befinden wir uns in einer Paralleldimension. Hier ist nun die Brücke total düster und das Raumschiff Enterprise ist das Kriegsschiff Enterprise und aus Sternzeit wird Kampfzeit. Das Interessante ist, dass die Figuren trotz allem genauso sind, wie wir sie aus der Serie kennen. Picard ist der weise Gott, Riker der lockere Macker, und so weiter. Nur dienen sie eben jetzt auf einem Kriegsschiff. Das zeigt, wie unpolitisch die Charaktere sind. Sie würden wohl auch ohne Zögern für die Nazis in den Krieg ziehen. Abgesehen davon finde ich nichts Spannendes an der Folge und verstehe ihren Status als eine der allerbesten Star Trek-Folgen überhaupt nicht.

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TNG 3.14 – A Matter of Perspective

Ich schreibe seit einem viertel Jahr jeden Tag über eine Folge The Next Generation. Dabei habe ich den Sexismus der Serie immer wieder angesprochen (siehe Encounter At Farpoint, Angel One oder The Child). Ich hätte durchaus deutlicher sein können, denn TNG zelebriert Rape Culture. Das zeigt sich vor allem in der Figur des Commander Riker, dessen Frauenverachtung in der Serie als Running Gag funktioniert.

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TNG 3.13 – Déjà Q

Mal wieder eine unterhaltsamere Folge. Q kommt auf die Enterprise. Ihm wurden die Q-Kräfte geraubt. Er will auf der Enterprise anheuern, ein Teil des Teams werden, muss dabei das Menschsein lernen, Gefühle wie Hunger und Müdigkeit aushalten und die Missgunst so ziemlich aller Crewmitglieder. Eine interessante Prämisse, einem Gott seine Fähigkeiten zu nehmen und aufzuzeigen, dass dieser Gott überhaupt keine Ahnung hat von den Alltagsproblemen irdischer Lebewesen. Am Ende bekommt Q seine Kräfte wieder und bedankt sich mit guten Taten.

Hat Q irgendwas mit Qanon zu tun? Wahrscheinlich schon. Es ist jedenfalls wahrscheinlich, dass der Name Q von Star Trek kommt, da viele Leute aus Internetforen wie 4chan Star Trek-Fans sind und Q in der Serie immer mal wieder überraschend vorbei kommt, um auf verrätselte Art ein bisschen Wissen zu droppen. Auch glaube ich, dass viele Star Trek-Fans auch Trump-Fans sind, aber dazu muss ich erst noch meine Gedanken ordnen und gehe dann vielleicht bei einer späteren Folge genauer darauf ein. Tschüs, bis bald!

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TNG 3.12 – The High Ground

Letzte Folge von Melinda M. Snodgrass, und schlechteste. Die Enterprise ist im Orbit eines terrorgeplagten Planeten. Die Widerstandskämpfer entführen Doktor Crusher und wollen, dass sie deren Verletzte verarztet und die Enterprise will Doktor Crusher befreien. Gähn, gähn, gähn. Sechzigste Folge. Wie lang halte ich das noch aus?

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TNG 3.11 – The Hunted

Hier taucht James Cromwell auf, juhu! Mir ist er vor allem als zwielichtiger Mann in Machtpositionen bekannt, zum Beispiel in L.A. Confidential (1997) und Species 2 (1998). Aber da wir über Star Trek reden, ist wichtig zu sagen, dass er auch Doktor Zefram Cochrane in Star Trek: First Contact (1996) spielte. Ich merke, dass ich auch über diese Folge nicht viel zu sagen haben und auch keine Lust, den Inhalt zusammen zu fassen. Wie langweilig Inhaltsangaben sind. Was passiert denn eigentlich in der Folge? Ich weiß es nicht mehr. Skip it!

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TNG 3.10 – The Defector

Die zweite Folge von Ronald D. Moore ist eine ziemlich gute Romulanerfolge, in der die Enterprise mittels ausgeklügelter Intrige in die Neutrale Zone gelockt wird, weil der Romulaner-Captain aus The Enemy Rache an Picard üben will. Wie The Bonding ist auch diese Folge extrem dicht, mit vielen intensiven Zweierszenen. Ich würde mehr schreiben, wenn ich nicht so müde wäre. Am Morgen des Tages, an dem ich das hier schreibe, gab es nämlich eine Invasion der Bauarbeiter, die bohrten und hämmerten und sich laut lachend unterhielten. Niemand ist so konsistent wie Bauarbeiter. Selbst wenn die Welt untergegangen ist, wird es die Bauarbeiter geben. Ich verstehe nicht, warum überhaupt noch andauernd irgendwas gebaut werden muss. Wurde nicht schon genug gebaut? Es gibt so viele Häuser! Wir können doch auch einfach mal zehn Jahre lang nichts bauen.

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TNG 3.9 – The Vengeance Factor

Die Eröffnung spielt auf einem Planeten, wo alles grün aussieht, wie in einem viragierten Stummfilm. Viel mehr fällt mir zu dieser Folge nicht ein. Man kann sich mal wieder vor Riker ekeln, wie er jede Frau bei der Begrüßung mit den Augen von oben nach unten abscannt. Rikers Mätresse in dieser Folge ist von Beruf Dienerin und will Riker auch sexuell dienen. Doch Riker will das nicht, er will sie auf Augenhöhe. Irgendwann stellt sie sich als Attentäterin heraus, was Riker am Ende zwingt, sie mit dem Phaser zu töten. Wenn es eins gibt, was man als Star Trek-Schauer weiß, dann, dass man Phaser auf Betäubung stellen kann. Ein anderer häufig gesagter Satz ist: Listen to me, you don’t have to do this! Es gibt auch eine ziemlich miese Ermittlungsszene, in der Leute vor einem Bildschirm sitzen und besprechen, was man in den Computer eingeben könnte, um an die entscheidende Info zu gelangen.

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TNG 3.8 – The Price

Interessante Folge über Counselor Troi, die sich in einen Mann verliebt, der an Bord kommt, um an einer Auktion um ein Wurmloch teilzunehmen, das eine Abkürzung in den Delta-Quadranten erlauben soll und somit von geopolitischer Bedeutung ist. Trois Lover ist schnell als manipulativer Narzisst erkennbar, der es genießt, andere zu kontrollieren und der geheim hält, dass er ein halber Betazoide ist, der Gefühle seiner Gegenüber zu seinem Vorteil nutzt. Nachdem sich Troi ein bisschen mit diesem Groschenromanmann vergnügt hat, erkennt sie sein düsteres Spiel, entlarvt ihn und scheint ihm am Ende auch verziehen zu haben, denn Frau istgleich Gnade.

Die beste Szene gibt’s am Anfang, wenn die gestresste Troi sich beim Replikator eine heiße Schokolade bestellt, aber eine richtige, eine leckere. Doch der Computer kann dem nicht folgen, da er nur eine heiße Schokolade erstellen kann, die nutritional value hat, die gesund ist, die eklig ist, die keinen Genuss hat.

In dieser Folge gibt es auch die berühmte Szene, in der sich Troi und Beverly Crusher zum Stretching treffen. In hautengen Outfits spreizen sie die Beine und strecken ihre Hintern in die Kamera, während sie in engen Berührungen über ihre Liebe zu Männern sprechen. Sich räkelnde Frauen, die von Männern schwärmen. Warum schwärmen sie nicht im Zehnvorne oder beim Herumgehen im Schiffskorridor? Irgendwer (vielleicht Roddenberry?) wollte das offenbar unbedingt jetzt sofort so drehen. Es gab nicht mal ein Sportraum-Set, gedreht wurde offensichtlich im Schiffskorridor-Set.

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TNG 3.7 – The Enemy

Geordi strandet allein auf einem Planeten. Nicht ganz allein, denn da ist noch ein Romulaner. Zuerst sind sie Feinde, dann arbeiten sie zusammen. Ein Romulaner, der auch auf dem Planeten war, wird auf die Enterprise gebeamt und liegt dort im Sterben und nur Worf kann ihn durch eine Zellspende retten, was Worf aber nicht will, weil Romulaner seine Eltern getötet haben, wodurch der Romulaner dann tatsächlich stirbt. Worf lässt sich nicht von Sternenflottenwerten vereinnahmen. Ansonsten meh.

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TNG 3.6 – Booby Trap

Erster Auftritt Leah Brahms: Ingenieurin des Warp-Antriebs der Enterprise. Geordi erhofft sich von ihr Hilfe bei der Lösung des problem of the week, das die Enterprise diesmal zu zerstören droht. Nur dient Leah nicht auf der Enterprise, sondern arbeitet sonstwo. Also erstellt Geordi eine Holodeck-Simulation von ihr. Auf Geordis Wunsch simuliert das Holodeck nicht nur ihre technische Expertise, sondern auch ihre Persönlichkeit, und zwar mit (laut Computer) 9,37-prozentiger Abweichung von der Real-Brahms. Als während ihres ersten Closeups eine Glitzermusik erklingt, wissen wir: Geordi hat sich verknallt.

Die Folge gibt Einblick in psychosexuelle Abgründe. Wir sehen, wie Geordi die Enterprise fetischisiert, insbesondere den Warp-Antrieb. Als sich Leah und Geordi voneinander verabschieden (sie haben sich an dieser Stelle bereits geküsst), sagt sie sogar: I’m with you every day, Geordi. Every time you look at this engine, you’re looking at me. Every time you touch it, it’s me. Für Geordi ist der Warp-Antrieb nun Leah. Wenn er sie mal wirklich kennen lernt (was in Staffel 4 passiert), könnte es überraschend für ihn werden, wenn er festellt, dass sie gar kein Warp-Antrieb ist, sondern ein Mensch.

In Passengers (2016) gibt es ein ähnliches Problem. Chris Pratt läuft einsam auf einem riesigen Raumschiff herum, weil er zu früh aus dem Tiefschlaf geweckt wurde. Irgendwann verliebt er sich in die im Tiefschlaf liegende Jennifer Lawrence und idealisiert sie zum engelsgleichen Wesen. Irgendwann weckt er sie auf und wir sehen: Sie ist genau so, wie er sie sich vorgestellt hatte. Als unfreiwilliger Creep-Film ist Passengers also echt sehenswert. Zurück zu Leah Brahms. Iteressant ist auch eine Frage, die sich im Zuge der virtuellen Realität aufdrängt: Sollte es zu den Persönlichkeitsrechten gehören, sich die Simulation eines realen Menschen zu programmieren und mit dieser eine Liebesbeziehung zu beginnen?