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Star Trek: The Next Generation

TNG 3.13 – Déjà Q

Mal wieder eine unterhaltsamere Folge. Q kommt auf die Enterprise. Ihm wurden die Q-Kräfte geraubt. Er will auf der Enterprise anheuern, ein Teil des Teams werden, muss dabei das Menschsein lernen, Gefühle wie Hunger und Müdigkeit aushalten und die Missgunst so ziemlich aller Crewmitglieder. Eine interessante Prämisse, einem Gott seine Fähigkeiten zu nehmen und aufzuzeigen, dass dieser Gott überhaupt keine Ahnung hat von den Alltagsproblemen irdischer Lebewesen. Am Ende bekommt Q seine Kräfte wieder und bedankt sich mit guten Taten.

Hat Q irgendwas mit Qanon zu tun? Wahrscheinlich schon. Es ist jedenfalls wahrscheinlich, dass der Name Q von Star Trek kommt, da viele Leute aus Internetforen wie 4chan Star Trek-Fans sind und Q in der Serie immer mal wieder überraschend vorbei kommt, um auf verrätselte Art ein bisschen Wissen zu droppen. Auch glaube ich, dass viele Star Trek-Fans auch Trump-Fans sind, aber dazu muss ich erst noch meine Gedanken ordnen und gehe dann vielleicht bei einer späteren Folge genauer darauf ein. Tschüs, bis bald!

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TNG 3.11 – The Hunted

Hier taucht James Cromwell auf, juhu! Mir ist er vor allem als zwielichtiger Mann in Machtpositionen bekannt, zum Beispiel in L.A. Confidential (1997) und Species 2 (1998). Aber da wir über Star Trek reden, ist wichtig zu sagen, dass er auch Doktor Zefram Cochrane in Star Trek: First Contact (1996) spielte. Ich merke, dass ich auch über diese Folge nicht viel zu sagen haben und auch keine Lust, den Inhalt zusammen zu fassen. Wie langweilig Inhaltsangaben sind. Was passiert denn eigentlich in der Folge? Ich weiß es nicht mehr. Skip it!

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TNG 3.10 – The Defector

Die zweite Folge von Ronald D. Moore ist eine ziemlich gute Romulanerfolge, in der die Enterprise mittels ausgeklügelter Intrige in die Neutrale Zone gelockt wird, weil der Romulaner-Captain aus The Enemy Rache an Picard üben will. Wie The Bonding ist auch diese Folge extrem dicht, mit vielen intensiven Zweierszenen. Ich würde mehr schreiben, wenn ich nicht so müde wäre. Am Morgen des Tages, an dem ich das hier schreibe, gab es nämlich eine Invasion der Bauarbeiter, die bohrten und hämmerten und sich laut lachend unterhielten. Niemand ist so konsistent wie Bauarbeiter. Selbst wenn die Welt untergegangen ist, wird es die Bauarbeiter geben. Ich verstehe nicht, warum überhaupt noch andauernd irgendwas gebaut werden muss. Wurde nicht schon genug gebaut? Es gibt so viele Häuser! Wir können doch auch einfach mal zehn Jahre lang nichts bauen.

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TNG 3.9 – The Vengeance Factor

Die Eröffnung spielt auf einem Planeten, wo alles grün aussieht, wie in einem viragierten Stummfilm. Viel mehr fällt mir zu dieser Folge nicht ein. Man kann sich mal wieder vor Riker ekeln, wie er jede Frau bei der Begrüßung mit den Augen von oben nach unten abscannt. Rikers Mätresse in dieser Folge ist von Beruf Dienerin und will Riker auch sexuell dienen. Doch Riker will das nicht, er will sie auf Augenhöhe. Irgendwann stellt sie sich als Attentäterin heraus, was Riker am Ende zwingt, sie mit dem Phaser zu töten. Wenn es eins gibt, was man als Star Trek-Schauer weiß, dann, dass man Phaser auf Betäubung stellen kann. Ein anderer häufig gesagter Satz ist: Listen to me, you don’t have to do this! Es gibt auch eine ziemlich miese Ermittlungsszene, in der Leute vor einem Bildschirm sitzen und besprechen, was man in den Computer eingeben könnte, um an die entscheidende Info zu gelangen.

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TNG 3.8 – The Price

Interessante Folge über Counselor Troi, die sich in einen Mann verliebt, der an Bord kommt, um an einer Auktion um ein Wurmloch teilzunehmen, das eine Abkürzung in den Delta-Quadranten erlauben soll und somit von geopolitischer Bedeutung ist. Trois Lover ist schnell als manipulativer Narzisst erkennbar, der es genießt, andere zu kontrollieren und der geheim hält, dass er ein halber Betazoide ist, der Gefühle seiner Gegenüber zu seinem Vorteil nutzt. Nachdem sich Troi ein bisschen mit diesem Groschenromanmann vergnügt hat, erkennt sie sein düsteres Spiel, entlarvt ihn und scheint ihm am Ende auch verziehen zu haben, denn Frau istgleich Gnade.

Die beste Szene gibt’s am Anfang, wenn die gestresste Troi sich beim Replikator eine heiße Schokolade bestellt, aber eine richtige, eine leckere. Doch der Computer kann dem nicht folgen, da er nur eine heiße Schokolade erstellen kann, die nutritional value hat, die gesund ist, die eklig ist, die keinen Genuss hat.

In dieser Folge gibt es auch die berühmte Szene, in der sich Troi und Beverly Crusher zum Stretching treffen. In hautengen Outfits spreizen sie die Beine und strecken ihre Hintern in die Kamera, während sie in engen Berührungen über ihre Liebe zu Männern sprechen. Sich räkelnde Frauen, die von Männern schwärmen. Warum schwärmen sie nicht im Zehnvorne oder beim Herumgehen im Schiffskorridor? Irgendwer (vielleicht Roddenberry?) wollte das offenbar unbedingt jetzt sofort so drehen. Es gab nicht mal ein Sportraum-Set, gedreht wurde offensichtlich im Schiffskorridor-Set.

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TNG 3.6 – Booby Trap

Erster Auftritt Leah Brahms: Ingenieurin des Warp-Antriebs der Enterprise. Geordi erhofft sich von ihr Hilfe bei der Lösung des problem of the week, das die Enterprise diesmal zu zerstören droht. Nur dient Leah nicht auf der Enterprise, sondern arbeitet sonstwo. Also erstellt Geordi eine Holodeck-Simulation von ihr. Auf Geordis Wunsch simuliert das Holodeck nicht nur ihre technische Expertise, sondern auch ihre Persönlichkeit, und zwar mit (laut Computer) 9,37-prozentiger Abweichung von der Real-Brahms. Als während ihres ersten Closeups eine Glitzermusik erklingt, wissen wir: Geordi hat sich verknallt.

Die Folge gibt Einblick in psychosexuelle Abgründe. Wir sehen, wie Geordi die Enterprise fetischisiert, insbesondere den Warp-Antrieb. Als sich Leah und Geordi voneinander verabschieden (sie haben sich an dieser Stelle bereits geküsst), sagt sie sogar: I’m with you every day, Geordi. Every time you look at this engine, you’re looking at me. Every time you touch it, it’s me. Für Geordi ist der Warp-Antrieb nun Leah. Wenn er sie mal wirklich kennen lernt (was in Staffel 4 passiert), könnte ihn überraschen, dass sie gar kein Warp-Antrieb ist.

In Passengers (2016) gibt es ein ähnliches Problem. Chris Pratt läuft einsam auf einem riesigen Raumschiff herum, weil er zu früh aus dem Tiefschlaf geweckt wurde. Irgendwann verliebt er sich in die im Tiefschlaf liegende Jennifer Lawrence und idealisiert sie zum engelsgleichen Wesen. Irgendwann weckt er sie auf und wir sehen: Sie ist genau so, wie er sie sich vorgestellt hatte. Als unfreiwilliger Creep-Film ist Passengers also echt sehenswert.

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TNG 3.5 – The Bonding

Ein Crewmitglied stirbt. Sie hinterlässt einen Sohn, der bereits seinen Vater verloren hat. Worf, der das Bodenteam leitete, zu dem die Mutter gehörte, fühlt sich nun verantwortlich und will das Kind mittels Klingonenritual brüderlich an sich binden. Verantwortlich fühlt sich auch die Energie-Lebensform, durch die die Mutter zu Tode kam. Als Entschuldigung will die Lebensform das Kind mit auf den Planeten nehmen, indem sie sich ihm als seine Mutter ausgibt und ihm ein idyllisches (aber illusorisches) Leben verspricht.

Erstaunlich an The Bonding ist, dass fast jede Szene eine intensive Szene zwischen zwei Figuren ist, in denen es um Tod, Verantwortung, Traumaverarbeitung geht. Am stärksten ist die Szene zwischen Beverly und Wesley Crusher. Nachdem sie sich seit dem Tod des Vaters voneinander entfremdet haben, sprechen sie jetzt erstmals über ihre Gefühle. Die Folge ist psychotherapieinformiert, was man auch daran sieht, dass Troi am Ende zwischen allen vermittelt. Man kann darin ein Plädoyer für Empathie sehen, aber auch einen Zwang, Frauen in mütterliche Rollen zu pressen.

Dies war der erste Schreibjob von Ronald D. Moore. Er hatte es mit viel Glück geschafft, ein Spec-Script einzureichen, welches für außergewöhnlich gut befunden und dann auch produziert wurde. Moore wurde fest für die Serie angestellt, schrieb später für Deep Space Nine (1993-1999) und ganz kurz für Voyager (1995-2001) und ist wahrscheinlich am bekanntesten für seine Funktion als Showrunner des Remakes von Battlestar Galactica (2004-2009).

Bemerkenswert ist auch, dass The Bonding die Folge war, die Michael Piller (Chefautor der dritten Staffel) dazu anregte, ein Open Submission-Konzept für Star Trek zu installieren. Das ermöglichte es, nicht-professionellen Autoren, Drehbücher einzureichen. Die Produktion erhielt dadurch jährlich mehrere tausend Drehbücher aus aller Welt. Angeblich wurden die alle gelesen und aus manchen wurden tatsächlich Folgen (wie Yesterday’s Enterprise).

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TNG 3.4 – Who Watches The Watchers

Das Spannendste an dieser Folge ist die Felslandschaft, in die die Sternenflotten-Beobachtungsstation hinein gebaut wurde. Durch die leichten Weichzeichner erinnert sie an Peter Weirs Picnic At Hanging Rock (1975). Was ist mit den Mädchen passiert, die irgendwo zwischen diesen Felsen spurlos verschwunden sind? Who Watches The Watchers gibt die Antwort: Doktor Crusher hat sie auf die Enterprise gebeamt und um die Prime Directive nicht zu verletzen, hat sich Picard entschieden, die Mädchen an Bord zu behalten und sie in die Sternenflottenwelt zu integrieren.

Ansonsten ist Who Watches The Watchers wohl die essenzielle Prime Directive-Folge. Das heißt: Gähn. Die Idee, dass die Bewohner von Mintaka III Captain Picard für Gott halten, ist schon witzig, da die Serie Picard zu diesem Zeitpunkt eh schon zur Ikone stilisiert hatte, mit seiner polierten Glatze, deren Glanz hell leuchtet wie das Licht Gottes.

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TNG 3.3 – The Survivors

Diese Folge hat mal wieder ein leichtes Horrorelement, denn Counselor Troi hört ganz laut die Melodie einer Spieluhr. Das ist klaustrophobisch gemacht, wie die Kamera nah an ihrem Gesicht klebt, während sie allein in ihrem Quartier hin und her geht, verunsichert. Verunsicherung sieht man in Star Trek selten. Alle sind immer on top of things.

Ansonsten spinnt die Folge ein nettes Mysterium um ein Rentner-Ehepaar, das scheinbar ganz allein den Angriff einer übermächtigen Spezies überlebt hat. Alle anderen Bewohner des Planeten wurden vernichtet. Wie kann das sein? Picard riecht Betrug und weil er der weise Picard ist, ahnt er irgendwann, welch absurdes Spiel hier gespielt wird. Hätte ich die Auflösung vorher gewusst, hätte ich die Folge wohl weniger gespannt verfolgt. Ich hoffte die ganze Zeit, dass es hier vielleicht auch ein bisschen um die Borg gehen könnte.

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TNG 3.2 – The Ensigns of Command

Ich bin immer extra gespannt auf Folgen written by Melinda M. Snodgrass. Ihre Folgen hatten bisher immer eine gewisse Dringlichkeit. Diese nicht. Geht mal wieder um Data und sein Hadern mit der Menschlischkeit. Im Lauf der wenig spannenden Handlung (die ich keine Lust habe zusammenzufassen) lernt er eine Frau kennen, die ihm einen Kuss gibt, was ihn irritiert. Am Schluss gibt er ihr auch einen. Okay.