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Star Trek: The Next Generation

TNG 7.14 – Sub Rosa

Doktor Crusher verliebt sich in einen Geist namens Ronin. Der spukt in einem Spukhaus herum, das sogar ein quietschendes Metallgartentor besitzt. Irgendwie sorgt der Geist auch dafür, dass zwischenzeitig knöcheltiefer Roger Corman-Nebel auf der Enterprise herum kriecht. Es gibt einige Spuk-Bilder: Friedhöfe, von alleine wackelnde Spiegel, Schotten. Und Beverly Crusher ist Ronin, der mit tiefer schneidender Stimme spricht, hilflos ausgeliefert. Sie erzählt Troi, dass Ronin sie genau so berührt, wie sie es mag, was an Dialoge aus 90er-Softcore-Filmen erinnert. In einer Szene, als Crusher gerade ganz erregt ist, klopft Picard an die Tür, kommt ungebeten herein und entschuldigt sich, er habe ja geklopft, aber wurde nicht hereingebeten und die Tür war nicht abgeschlossen, also ist er einfach hereingekommen. Semi-interessante Folge, Regie von Jonathan Frakes, viele grüne Wolken.

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TNG 7.12 – The Pegasus

Gute Folge über einen von der Sternenflotte unter den Teppich gekehrten Verstoß gegen Sternenflotten-Regularien, die der weise immergute Picard aufklärt und zur Anklage bringt.

Toll ist der Captain Picard-Day noch vor dem Intro, wo Picard sich Kinderzeichnungen ansieht, die ihn selbst darstellen, und die beste auswählen muss, während Riker eine kleine Picard-Puppe neben den Mund hält und Picard ziemlich gut imitiert. Wir lernen außerdem, dass Riker in seiner bartlosen Zeit oft Fähnrich Babyface genannt wurde, werden mit der Enterprise ins Innere eines Asteroiden gesperrt und hören Geordi La Forge mal wieder seinen Lieblings-Satz sagen, den er immer sagt, wenn ihm eine brillante Idee gekommen ist: „Wait a minute! If we substract the gamma radiation coil from the“ und so weiter. LeVar Burton führte hier wieder Regie.

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TNG 7.10 – Inheritance

Data lernt die Ehefrau von Doktor Noonian Soong kennen. Sie behauptet, dass sie an der Entwicklung von Data mitgewirkt hat, sieht sich als „Mutter“ und redet über seine Programmierung wie über Erziehung. Wenn Data sich in jungen Jahren falsch verhalten hat, haben die „Eltern“ ein Programm geschrieben, um das falsche Verhalten auszumerzen. Kindern treibt man gern ihre Persönlichkeit und ihre Interessen aus und ersetzt sie durch Gehorsamkeit. Wenn die Herstellung von Menschen im Reagenzglas irgendwann normal ist, wird Gehorsamkeit wohl schon in den Genen stecken.

Doktor Noonian Soong ist der Doktor Frankenstein von The Next Generation. Soong wollte sich mit seinen Androiden tatsächlich Kinder schaffen. Und als seine Frau starb, baute er seine Frau originalgetreu nach. Wie Inheritance zeigt, baute er sie nicht nur originalgetreu nach, sondern entsprechend des Ideals, das er von ihr hatte. Er pflanzte ihr sogar über-idyllische Erinnerungen an die gemeinsame Zeit ein.

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TNG 7.9 – Force of Nature

Im ersten Drittel der Folge geht es viel um Datas Versuche, seine Katze Spot zu trainieren. Das klappt nicht, da Spot nicht macht, was Data sagt. Ich finde das gut, denn dadurch gibt es viele Katzen-Szenen. Je mehr Katzen-Szenen, desto besser. Im Rest der Folge geht es dann um irgendwas anderes mit Ferengis und dem negativem Einfluss des Warp-Antriebs aufs Universum als Klimawandel-Anspielung.

Zurück zur Katze! Geordi La Forge scheint Spot nicht zu mögen. Er will, dass Data sie trainiert. Ein mal schlägt er vor, die Katze, wenn sie nicht hört, mit einem Phaser zu betäuben. Data ist völlig schockiert von dieser Aussage. Als Geordi sagt, dass das ein Witz war, ist Data immernoch schockiert. Data liebt seine Katze.

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TNG 7.7 – Dark Page

Die letzte Lwaxana Troi-Folge, hier mit Enthüllungen über ein Trauma aus ihrer Vergangenheit. Es stellt sich heraus, dass sie neben Counselor Deanna Troi noch eine andere Tochter hatte, die jedoch tragisch verstarb. Lwaxama hat also nicht nur ihren Ehemann verloren, sondern auch eine Tochter. Vom Verlust dieser Tochter hat sie nie jemandem erzählt. Sie war also all die Jahre allein damit. Traurig. Jedoch faltet sich die Geschichte so sauber methodisch auf, dass das Zuschauen dröge ist. Lustig ist die Supertelepathen-Spezies, denn deren Gehirne ragen quasi aus dem Schädel heraus. Hierzu gehört ein kleines Mädchen, gespielt von Kirsten Dunst (ihre erste Rolle).

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TNG 7.4 – Gambit, Part 1

Picard ist tot und die Enterprise ermittelt. Natürlich stellt sich heraus, dass Picard doch nicht tot ist. Das Beste an der Folge ist, dass neben Picard auch Riker irgendwann die Enterprise verlassen muss, sodass Data der Captain wird und Worf der erste Offizier. Data beweist sich als ziemlich perfekter und entschiedener Captain, der die Enterprise auch allein führen könnte. Bei einer Besprechung im Konferenzraum erteilt er Befehle, sagt Dismissed und nimmt dann die typische Picard-hat-gesprochen-Pose ein, Hände zusammen gefaltet und ins Leere starrend. Er parodiert damit schön die Sinnlosigkeit dieser Geste.

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TNG 7.3 – Interface

Geordis Mutter ist verschwunden. Sie ist Sternenflottenkapitän und ihr Schiff verschollen. Alles spricht dafür, dass das Schiff zerstört wurde. Aber mit extrem niedriger Wahrscheinlichkeit lebt sie noch. Geordi hält an dieser Wahrscheinlichkeit fest, jedoch vergebens. Das titelgebende Interface ist ein Medium, über das ein Mensch eine Drone steuern kann. Der Mensch, in diesem Fall Geordi, projiziert sich selbst an den Ort, an dem sich die Drone befindet. Er nimmst sich selbst als Mensch wahr, kann herum laufen, sich umschauen, die Hände benutzen, steuert damit aber in Wahrheit eine Drone. Gutes Konzept, spielt aber nur eine Nebenrolle.

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TNG 7.2 – Liasons

Die Enterprise-Crew soll kulturellen Austausch mit den Eyaranern treiben. Hierzu kommen zwei Eyaraner an Bord. Troi und Worf sollen sie betreuen. Worf hasst Diplomatie und sein zu betreuender Eyaraner provoziert ihn ständig, was schließlich zur Prügelei führt. Trois Eyaraner will die ganze Zeit nur Süßigkeiten essen. Währenddessen fliegt Picard zusammen mit einem Eyaraner zu deren Heimatplaneten. Auf dem Weg stürzen sie auf einem anderen Planeten ab, wo eine zwielichtige Frau Picard gefangen hält, Gaslighting an ihm durchführt und versucht, ihn zu vergewaltigen. Wie sich schließlich herausstellt, ist in dieser Situation in einem doppelten Sinn nichts wie es scheint. Eine schön vignettenhafte Folge.

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TNG 7.1 – Descent, Part 2

Der größte Spaß dieser Folge besteht darin, Doktor Beverly Crusher als Captain der Enterprise zu sehen. Sie muss mit einer Crew aus der zweiten Reihe einen Weg finden, das Borgschiff zu zerstören. Und findet natürlich auch einen. Die Folge legt dabei stärkeren Fokus auf die unbekannte Fähnrich Taitt, gespielt von Alex Datcher, ihr einziger Auftritt in der Serie. Erinnert an The Arsenal of Freedom, in der Geordi La Forge ebenfalls sein erstes Kommando mit jungen unerfahrenen Fähnrichen abzuleisten hatte, die man davor und danach nie wieder sah.

Staffel 7 ist die letzte Staffel. Ich bin gespannt, da ich hier nur wenige Folgen kenne. Außerdem muss die Produktion dieser Staffel sehr stressig gewesen sein, weil Star Trek auf dem Höhepunkt seiner Popularität war. Parallel zu Staffel 7 wurde die zweite Staffel von Deep Space Nine gedreht, Voyager wurde vorbereitet und Star Trek: Generations, der erste TNG-Kinofilm, befand sich in Pre-Production, sodass er direkt im Anschluss an Staffel 7 gedreht werden konnte. Mal sehen, ob sich das in den einzelnen Folgen wiederspiegeln wird.

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TNG 6.26 – Descent, Part 1

Diese Folge habe ich noch nie zuvor gesehen. Als Voyager-Fan war ich irritiert, die Borg herumspringen und grölen zu sehen (eine Konsequenz aus der Entscheidung, den individualisierten Hugh in I, Borg wieder ins Borg-Kollektiv zu entlassen). Data ist irritiert, weil er im Kampf gegen diese abgespaltete Borgmeute plötzlich Wut empfindet, und beim Töten empfindet er Genuss.

In einer Szene stellt Data auf dem Holodeck die Situation nach, in der er den Borg tötete, um diese Gefühle nochmal zu fühlen. Allerdings ist dieser holografische Borg nicht stark genug, er stellt keine wirkliche Gefahr dar. Also steigert Data immer weiter die Kraft des Borg, um sich in tatsächliche Lebensgefahr zu bringen und dann vielleicht etwas zu fühlen. Es wäre interessant gewesen, diese Sequenz noch weiter auszuspielen, sodass Data tatsächlich Lust am Töten gewinnt, eine Sucht entwickelt, etwas in der Art. Aber nein, hinter all dem steckt natürlich Lore, von dem die Serienmacher glauben, es sei eine gute Idee, ihn alle dreißig Folgen auftauchen zu lassen. Diesmal hat er mit den abtrünnigen Borg einen kleinen Kult gegründet. Fortsetzung folgt.

Bis auf Rascal enthält Staffel 6 leider keine weitere Folge, die ich zu meinen Lieblingsfolgen zählen würde. Die Staffel hat viele coole Ideen, jedoch ist alles sehr routiniert ausgeführt. Und es gibt keine Lwaxana-Folge.