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TNG 6.15 – Tapestry

Picard liegt im Sterben und erwacht in einer weißen Welt. Q steht vor ihm, sagt ihm, er sei tot und dass er ihm noch eine Chance geben will. Er versetzt Picard in die Zeit seiner Ausbildung zurück. Damals war Picard ein Draufgänger und Frauenheld, also noch nicht der weise Picard, den wir kennen. Q will Picard zeigen, wie interessant seine Persönlichkeit damals im Vergleich zu heute war. Picard jedoch, mit seinem heutigen Wissen aber in der Haut seines jüngeren Ichs, handelt nun überlegt statt überstürzt und tut in jeder Situation das scheinbar Richtige. Als Q ihm nun das Leben zurück gibt und wir wieder in der Gegenwart angekommen sind, ist Picard nicht mehr Captain der Enterprise, sondern hat einen niedrigen Rang und gilt als unterwürfiger, wenn auch guter Offizier, der gut Besorgungen tätigen knan. Die Moral ist: Wer Erfolg will, muss heraus stechen, Risiken eingehen und auch mal Arschloch sein. Diese Moral wird anhand einer Barprügelei festgemacht, in der sich Picard schlecht benehmen muss, sonst wird er in Zukunft kein Captain sein. Von mir aus.

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Star Trek: The Next Generation

TNG 6.6 – True Q

Doktor Crusher gibt Q ungefragt Ethikunterricht, da verwandelt er sie in einen wuffenden Hund. Crusher will Amanda vor Q schützen. Amanda ist eine junge Studentin, blond, 18-jährig, rosa Kleid, scharf auf Riker, die zum Lernen auf die Enterprise gekommen ist, jetzt aber feststellt, dass sie übersinnliche Kräfte hat. Was sie sich wünscht, erscheint einfach aus dem Nichts, zum Beispiel ein Rudel Welpen (die große Hundefolge). Stellt sich raus: Sie ist eine Q und soll ins Q-Kontinuum überführt werden. Wenn sie das nicht will, muss sie sterben. Amanda will bei den Menschen bleiben, aber am Ende merkt sie, dass sie ihre Kräfte unter Normalsterblichen nicht verantwortungsvoll zügeln kann und geht doch mit Q.

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TNG 4.20 – Qpid

Diese Folge sticht vor allem durch ihre Klamauk-Bereitschaft heraus. Picard und seine Crew werden von Q in die Robin Hood-Zeit geschnippst, wo Worf gegen sein knallrotes Outfit protestiert, Data eine Halbglatze hat und La Forge schlecht Mandoline spielt und dabei verträumt den Kopf hin und her schwenkt. Picard (jetzt mit schnittigem Bart) muss Vash retten, seine Urlaubsliebe aus Captain’s Holiday. Sie soll geköpft werden, wenn sie nicht Sir Guy of Gisbourne heiratet. Da sie nicht geköpft werden will, nimmt sie, zu Qs Überraschung, den Antrag an. Auch Picard ist verwirrt, als sich Vash nicht von ihm retten lassen will, also kidnappt er sie einfach. Am Ende sollen Picard und Vash beide geköpft werden und es kommt zum Showdown, inklusive Schwertkampf auf Burgtreppe, wo Patrick Stewart errolflynnt und seinem Gegner alle paar Schwerthiebe einen kühnen Spruch zuwirft.

Das Herz der Folge ist die Picard-Vash-Romanze, insbesondere Picards Schwierigkeiten, zu Vash zu stehen, denn ihre freche Kulturverdrossenheit ist ihm peinlich (sie setzt sich zum Beispiel einfach so auf den Captainstuhl und räkelt sich darin). Die Crew mag Vash (Worfs Kommentar: Nice legs.) und ist amüsiert über die deutlichen Unterschiede zwischen ihr und Picard. Sie sind seine Freunde, sie respektieren seine Gefühle für Vash, auch wenn er das selbst nicht tut. Das ist bei allem Klamauk schön zu sehen. Zumal Picard in seiner Unfähigkeit zu seinen Gefühlen zu stehen fast wie ein kleiner Junge wirkt. Vash ist eine belebende Gastfigur. Selbst Q ist begeistert, und so bietet er ihr am Ende die Chance, mit ihm mitzukommen und das Q-Kontinuum zu bereisen. Vash bejaht.

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TNG 3.26 – The Best of Both Worlds, Part 1

Diese Folge zeigt zunächst das Kräftemessen zwischen Riker und der Gastfigur Commander Shelby. Shelby möchte neue Nummer Eins unter Captain Picard werden. Riker wurde nämlich der Captain-Job auf einem anderen Schiff angeboten. Dass Shelby Riker gewachsen ist, sieht man daran, dass sie ihn beim Pokern besiegt. In Shelbys Ehrgeiz und Sturheit sieht Riker sich selbst. Insgeheim bewundert er sie dafür und betrauert den Verlust dieser Merkmale in seiner Person.

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TNG 3.13 – Déjà Q

Mal wieder eine unterhaltsamere Folge. Q kommt auf die Enterprise. Ihm wurden die Q-Kräfte geraubt. Er will auf der Enterprise anheuern, ein Teil des Teams werden, muss dabei das Menschsein lernen, Gefühle wie Hunger und Müdigkeit aushalten und die Missgunst so ziemlich aller Crewmitglieder. Eine interessante Prämisse, einem Gott seine Fähigkeiten zu nehmen und aufzuzeigen, dass dieser Gott überhaupt keine Ahnung hat von den Alltagsproblemen irdischer Lebewesen. Am Ende bekommt Q seine Kräfte wieder und bedankt sich mit guten Taten.

Hat Q irgendwas mit Qanon zu tun? Wahrscheinlich schon. Es ist jedenfalls wahrscheinlich, dass der Name Q von Star Trek kommt, da viele Leute aus Internetforen wie 4chan Star Trek-Fans sind und Q in der Serie immer mal wieder überraschend vorbei kommt, um auf verrätselte Art ein bisschen Wissen zu droppen. Auch glaube ich, dass viele Star Trek-Fans auch Trump-Fans sind, aber dazu muss ich erst noch meine Gedanken ordnen und gehe dann vielleicht bei einer späteren Folge genauer darauf ein. Tschüs, bis bald!

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TNG 2.16 – Q Who

Q Who ist meine Lieblingsfolge aus The Next Generation. Ich sah sie über die Jahre immer wieder. Auch dieses Mal war ich begeistert. Mit einem Fingerschnipsen schleudert Q die Enterprise in den weit entfernten Delta-Quadranten, um Picard und seine Crew mit den Borg bekannt zu machen.

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TNG 1.10 – Hide and Q

Zweiter Auftritt von Q. Diesmal bietet er Riker an, ihn ins Q-Kontinuum aufzunehmen, ihm also gottgleiche Fähigkeiten zu schenken. Was Riker zunächst ablehnt, doch dann annimmt, um seine Kollegen aus einer von Q geschaffenen Notsituation zu retten. Durch diese Macht, mit einem Fingerschnipsen alles Vorstellbare tun zu können, wird Riker binnen Sekunden zum arroganten Spinner. Der Showdown ist eine schöne Szene, in der die Brücke der Enterprise zur Bühne eines Moralstücks wird.

Riker bietet jedem seiner Kollegen an, jedem von ihnen ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen. So macht er Wesley Crusher erwachsen (was lustig aussieht), für Worf zaubert er eine Klingonin herbei (Worf beginnt sofort, sie zu verprügeln, also Sex mit ihr zu haben) und Geordi schenkt er echte Augen. Riker glaubt, ihnen damit einen Gefallen zu tun, doch die enttäuschte Ablehnung seiner Freunde zeigt ihm, was er ihnen durch die Schenkung ihrer Wünsche gestohlen hat, nämlich den Willen an sich. Wer bekommt, was er will, hat nichts, was er wollen kann. Das versteht auch Data, der es von vornherein ablehnt, von Riker in einen echten Menschen verwandelt zu werden.

Die vielen plötzlichen Veränderungen in Rikers Charakter mögen unwahrscheinlich wirken, doch gerade sie unterstreichen die Stärken einer Serie, in der jede Folge eine abgeschlossene Geschichte erzählt. Eine solche Serie muss ihre Geschichten nicht immer charakterlogisch entwickeln. Eine Episode kann auch einfach mal rein didaktisch aufgebaut sein, ohne dass es der Serie schadet. Diese Serien können nicht nur unzählige Geschichten erzählen, sondern auch verschiedene Modi des Erzählens nutzen. Ein Fan der so genannten Goldenen Fernseh-Ära mag das inkonsistent finden, psychologisch lückenhaft, und so weiter, aber genau das macht eine Serie wie The Next Generation so reich.