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Star Trek: The Next Generation

TNG 2.16 – Q Who

Q Who ist meine Lieblingsfolge aus The Next Generation. Ich sah sie über die Jahre immer wieder. Auch dieses Mal war ich begeistert. Mit einem Fingerschnipsen schleudert Q die Enterprise in den weit entfernten Delta-Quadranten, um Picard und seine Crew mit den Borg bekannt zu machen.

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TNG 2.13 – Time Square

Die erste Zeitparadox-Folge. In dieser stößt die Enterprise auf eins seiner eigenen Shuttle. Dieses Shuttle kommt aus der Zukunft und hat einen bewusstlosen Captain Picard an Bord. Das Shuttle-Logbuch zeigt, dass die Enterprise in der Zukunft, aus der das Shuttle kam, zerstört wurde. Diese Zukunft ist noch sechs Stunden entfernt. Picard und seine Mannschaft versuchen nun, gegen den Lauf der Zeit zu handeln, also genau das zu vermeiden, was zur Zerstörung des Schiffes geführt hat oder führen wird. Was schwierig ist, da niemand weiß, was der Grund für die Zerstörung der Enterprise war oder sein wird. Die Lösung dieses Zeitparadoxes ist nicht sonderlich überzeugend. Letztlich geht’s mal wieder um eine gottähnliche Lebensform, einen Energieschlund, der Picard will. Zum Glück hat man ja noch einen zweiten Picard an Bord.

Die Folge konzentriert sich auf Picards Narzissmus. Sein Zukunfts-Ich bewusstlos auf der Krankenstation zu sehen, kränkt das Ideal, das Picard von sich hat. Er bezeichnet sein Zukunfts-Ich als „ihn“, um sich von sich selbst zu distanzieren. Lustig ist, dass der Zukunfts-Picard bewusstlos ist, weil seine biologische Uhr durch das Zeitparadoxon um sechs Stunden durcheinander gebracht wurde. Am besten gefielen mir in dieser Folge die bedrohlichen Hörner, die manche Szenen untermalen.

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TNG 2.9 – The Measure of a Man

The Measure of a Man beginnt mit einem Pokerspiel zwischen Riker, La Forge, O’Brien, Pulaski und Data. Erstmals sind die Figuren in einem Kontext beisammen, in dem Dienstgrade aufgehoben sind. Das wirkt befreiend, nach all der Steifheit in den Folgen zuvor. Schon in früheren Folgen gab es Freizeitspaß auf dem Holodeck oder außerdienstliche Gespräche im Zehnvorne, aber Pokern ist, neben einer sozialen Freizeitbeschäftigung, auch ein Spiel mit der Ungewissheit, also ein Gegensatz zur mathematisierten und hierarchisierten Gesellschaft von Star Trek.

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TNG 2.6 – The Schizoid Man

Ein sterbender Wissenschaftler transferiert seine Persönlichkeit in Data. Was relativ schnell auffällt, weil sich Data seltsam benimmt. Am Ende kann der weise Picard den Wissenschaftler überzeugen, aus Data raus zu gehen. Immer nett, wenn Data aus der Rolle fällt. Am besten ist aber sein Bart zu Beginn der Folge, den er leider nicht weiter trägt. Ich hätte mir eine Folge gewünscht, in der es nur darum geht, wie er der Mannschaft seinen Bart präsentiert, wie alle den Bart blöd finden und dann wie der Bart immer länger wird und irgendwann die Enterprise bedroht. Schade, dass sich die Folge nicht an meinen Wunsch gehalten hat.

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TNG 2.5 – Loud as a Whisper

Behinderung und wie man damit umgeht ist das Thema dieser Folge. Was interessant ist, weil wir viel über eine Gesellschaft lernen können, indem wir ihren Umgang mit behinderten Menschen betrachten.

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TNG 1.25 – Conspiracy

Zu diesem Zeitpunkt eine bitter nötige Folge, auch für dieses seltsame Projekt hier. Mit Conspiracy atmet The Next Generation die frische Luft des Horrorgenres. Das erzeugt sofort eine bislang unbekannte Dringlichkeit, mit Würmern zum Abendessen, explodierenden Köpfen und aus Bäuchen brechenden Viechern. Leider brechen diese Viecher nicht aus Bäuchen der Hauptbesatzung der Enterprise, sondern nur aus dem des ohnehin unsympathischen Remmick. Er war der Leiter der Picard-Untersuchung in Coming Of Age.

Im ersten Drittel gibt es auch ein paar klassische Comedy-Bits. Die Brückencrew unterhält sich über die Vorzüge des Schwimmens. Da sagt Worf: Swimming is too much like bathing. Außerdem darf Worf in dieser Folge zum ersten Mal kämpfen, und zwar ganz ehrenhaft Mano-a-Mano. Nur hat Worf keine Chance und Beverly Crusher muss ihn retten.

Nebenbei lacht Data zum ersten Mal über einen Witz von Geordi La Forge. Erst erklärt er den Witz mit großer Präzision, dann beginnt er das Lachen. Später erklärt Data dem Computer einen Sachverhalt und der Computer unterbricht ihn, das reicht. Schon eine nette Folge.

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TNG 1.9 – The Battle

Picard hat Kopfschmerzen, was laut Doctor Crusher höchst ungewöhnlich ist in der Star Trek-Zukunft, denn solch simple medizinische Probleme wurden längst gelöst. Könnte das irgendwas mit dem Ferengi-Schiff zu tun haben, dem die Enterprise in dieser Folge begegnet? Wie in Lonely Among Us ist Picard im letzten Drittel dieser Folge nicht mehr er selbst und die Crew muss ihn bekämpfen und retten zugleich. Mal wieder liefert Wesley Crusher, dieser Mozart der Technik, am Ende den entscheidenden Hinweis und mal wieder dankt ihm am Ende niemand.

Die Ferengi kommen in dieser Folge schon etwas netter rüber als in The Last Outpost, zwar noch immer gierig und hintertrieben, aber hier ist es nicht das Volk der Ferengi an sich, sondern ein einzelner, der die Probleme macht. Und der wird am Ende von seinen Ferengi-Kollegen für sein Verhalten bestraft.

In dieser Folge ist auch zum ersten Mal die Rede von einem legendären Flugmanöver, dem „Picard-Manöver“, das Picard vor zig Jahren als Captain der Stargazer erfand, um ein Ferengi-Schiff abzuschießen. Die Crew schwelgt in glorreichen Erinnerungen an den hypergeilen Abschuss eines möglicherweise unschuldigen (das wird noch zu klären sein) Ferengi-Schiffes.

Diese Folge zeigt vor allem, wie wirksam Patrick Stewart als Gefolterter ist. Stewart gibt der Figur des Captain Jean-Luc Picard etwas Verletzliches, fast Gebrechliches, mit seiner Halbglatze, den weißen Haaren, seinem kleinen schmächtigen Körper und diesem freundlichen Habitus, der immer auf der Grenze zwischen Respekt und Unterwürfigkeit hin und her pendelt. So sorgt man sich schon um sein Leben, wenn er nur mal Kopfschmerzen hat.