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Film Star Trek: The Next Generation

TNG – Star Trek: Generations (1994)

In der Serie machte man sich große Mühe, die Enterprise so heimelig wie möglich wirken zu lassen, mit hellen, freundlichen Farben. Der erste Next Generation-Kinofilm soll nun aber aussehen wie ein echter Kinofilm und deshalb entschied man sich, das bekannte Enterprise-Set extrem dunkel auszuleuchten. Statt freundlicher Helligkeit sieht jetzt alles aus wie in einem Film Noir, inklusive Low-Key-Lightning. Wer soll auf diesem Raumschiff arbeiten, ohne nach ein paar Tagen verrückt zu werden? Zudem sprechen die Figuren jetzt auch in gedämpftem Ton, denn so klingt Kino. Lautes und klares Sprechen ist für Fernseh-Schauspieler. Kino-Schauspieler raunen geheimnisvoll. Data sorgt für die meiste Unterhaltung, indem er Doktor Crusher ins Wasser schubst. Crusher selbst spielt danach keine Rolle mehr. Der Film macht einen Witz auf ihre Kosten und dann ist sie weg.

Der Bösewicht heißt Soran und wird gespielt von Malcom McDowall. Er will in den Nexus zurück, einem süchtigmachenden Ort, der einem alle Wünsche erfüllt. Um in den Nexus zu kommen, muss sich Soran in die Flugbahn des Nexus begeben, der als kosmisches Phänomen durchs All treibt. Eigentlich könnte er mit einem Shuttle in den Nexus fliegen, aber da Soran ein Bösewicht ist, hat er einen komplizierten Plan ausgeheckt, der ein komplettes Sonnensystem vernichten würde (bestimmt erklärt ein Nebensatz die Notwendigkeit dieses Plans, aber da war ich wohl nicht aufmerksam genug). Picard will das natürlich verhindern und so kommt es zum langweiligsten Abschnitt des Films, in dem Picard versucht, Soran zu überreden, seinen Plan doch nicht auszuführen. Wer hätte gedacht, dass das so nicht funktioniert? Später, im Nexus, versucht Picard dann Kirk zu überreden, ihm im Kampf gegen Soran zu helfen. Dazu reitet er Kirk fünf Minuten lang auf einem Pferd hinterher, durch Rosamunde-Pilcher-Wald-und-Wiesen. So recht nachvollziehbar sind Guinans Warnungen vor dem Nexus, der wie eine Droge sein soll (man will nie wieder raus aus dem Nexus!) also nicht. Laut Nexus wünscht sich Picard insgeheim ein Weihnachten mit Kindern und Familie, das dieselben warmen und bunten Farben hat, wie die Coca Cola-Werbungen mit dem Weihnachtsmann. Nicht gerade der Wunschraum in Stalker (1979).