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Star Trek: The Next Generation

TNG 7.7 – Dark Page

Die letzte Lwaxana Troi-Folge, hier mit Enthüllungen über ein Trauma aus ihrer Vergangenheit. Es stellt sich heraus, dass sie neben Counselor Deanna Troi noch eine andere Tochter hatte, die jedoch tragisch verstarb. Lwaxama hat also nicht nur ihren Ehemann verloren, sondern auch eine Tochter. Vom Verlust dieser Tochter hat sie nie jemandem erzählt. Sie war also all die Jahre allein damit. Traurig. Jedoch faltet sich die Geschichte so sauber methodisch auf, dass das Zuschauen dröge ist. Lustig ist die Supertelepathen-Spezies, denn deren Gehirne ragen quasi aus dem Schädel heraus. Hierzu gehört ein kleines Mädchen, gespielt von Kirsten Dunst (ihre erste Rolle).

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TNG 5.20 – Cost of Living

Auch die fünfte Staffel hat eine Lwaxana Troi-Folge. Und das ist diese hier. Lwaxana kommt aufs Schiff und kündigt an, auf der Enterprise heiraten zu wollen, und zwar einen Mann, den sie noch gar nicht kennen gelernt hat. Sie will heiraten, um sich nicht allein fühlen zu müssen. Zugleich hat Worf Probleme mit seinem Sohn Alexander, der sich nicht an Worfs Regeln halten will. Counselor Troi vermittelt überall, doch versagt. Lwaxana nimmt Alexander mit aufs Holodeck, wo die Beiden in einem merkwürdigen Wellness-Unterhaltungs-Ort (mit Clowns und Jongleuren) ein Schlammbad nehmen. Lwaxana bringt Alexander bei, dass man das Leben genießen muss und dass gerade im Regelbruch ein Genuss liegen kann. Deshalb hält Lwaxana Alexander davon ab, sich an die Hochzeitsregeln ihres Bräutigams zu halten.

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TNG 4.22 – Half a Life

Die vierte Lwaxana Troi-Folge (nach Haven, Manhunt, Ménage à Troi) beginnt mit einem Logbucheintrag von Counselor Troi, der nur aus der Information besteht: My mother is on board. Als nächstes sehen wir Picard, der vorsichtig aus dem Turbolift tritt und sich umschaut. Da kommt schon Lwaxana um die Ecke und plappert ihn voll. Doch die Folge bricht schnell mit dem Exzentrische-Frau-Stereotyp, den Lwaxana vorher immer verkörperte, und macht sie zur Hauptfigur einer tragischen Liebesgeschichte. Sie verliebt sich in einen Mann namens Timicin, der vom Planeten Kaelon II kommt, auf dem es offenbar keine Rente, keine Altenpflege, kein Sozialsystem gibt, dafür aber eine Tradition namens Resolution, nach der alle Bewohner im Alter von 60 Jahren Selbstmord begehen, um ihren Kindern nicht zur Last zu fallen. Für die Bewohner ist das seit Jahrhunderten normal, doch Lwaxana findet es furchtbar und sie will Timicin überzeugen, auf der Enterprise zu bleiben und mit ihm alt zu werden.

Nun wird natürlich in langen Dialogen erörtert, ob die Bräuche fremder Kulturen zu respektieren sind oder nicht. Zwischenzeitig erbittet Timicin Asyl auf der Enterprise. Doch er ändert seine Meinung, als die Regierung von Kaelon II droht, wegen ihm einen Krieg mit der Sternenflotte zu beginnen. An dieser Stelle zeigt sich, dass die Resolution nicht der kulturelle Brauch ist, als der sie in der Folge diskutiert wird, sondern ein Politikum. Die Regierung erstickt offenbar jedes Aufbegehren gegen die Resolution im Keim. Wenn in TNG über fremde Kulturen gesprochen wird, dann meist nur im Sinne von völkischen Bräuchen. Die politischen Dimensionen und damit die Ideologien, die hinter diesen Bräuchen stecken, klammert die Serie dabei aus. Das an sich ist wiederum Brauch in rentenrepublikanischen Ländern wie Deutschland, wo Rentner per Gesetz immer stärker in die Armut getrieben werden. Gut möglich, dass schon in wenigen Jahren der Lebenswille von Rentnern stark sinken wird. Daher ist die Folge interessant zu sehen, da sie offen ausspricht, dass die Lösung darin besteht, die Rentner komplett los zu werden und zugleich (aus Versehen) zeigt, wie solche Lösungen sich ideologisch hinter Begriffen wie „Kultur“ und „Tradition“ tarnen.

Ähnlich ist es in der Zukunfts-Dystopie Logan’s Run (1976), in der sich jeder Mensch an seinem dreißigsten Geburtstag töten lassen muss, im Glauben an seine Wiedergeburt. Auch interessant ist 2030 – Aufstand der Alten (2007), ein vom ZDF produzierter Pseudodoku-Thriller, in dem die deutsche Regierung die Rentner in geheime Massenlager transportieren lässt, wo sie nur noch am Tropf hängen, der ihnen für den Rest ihres Lebens Beruhigungsmittel und Nahrung zuführt. Für dieses Horrorszenario wurde der Film kritisiert, zu unrealistisch, zu sehr Kolportage, aber genau deshalb stach er im furchtbaren deutschen Fernsehen heraus.

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TNG 3.24 – Ménage à Troi

Die für jede Staffel obligatorische Lwaxana Troi-Folge. Die Komödie wird diesmal vor allem durch die Ferengi erzeugt, die als hässliche, stinkende, intrigante und wassonstnochalles Viecher dargestellt werden. Man sieht zum ersten Mal ein Ferengi-Raumschiff von innen und lernt, dass Ferengi senfgelbe Matratzen mögen. Es geht darum, dass ein Ferengi auf Lwaxana Troi steht, also entführt er Lwaxana, Riker und Deanna Troi auf sein Schiff. Die drei versuchen zu fliehen, was auch beinhaltet, dass sich Lwaxana dem Ferengi anbieten muss. Was genau zwischen den Beiden passiert, wird nicht gezeigt, aber man kann davon ausgehen, er sie vergewaltigt.

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TNG 2.19 – Mahunt

Nach Conspiracy (1.25) die zweite Folge, in der Data lacht (ich führe Buch). Nach Haven (1.11) die zweite Folge mit Counselor Trois Mutter, Lwaxana Troi, und ihren ständig saufenden Diener Homn. Der Gag mit dem schweren Gepäck geht diesmal auf Rikers Kosten.

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TNG 1.11 – Haven

Hier mal eine Folge über Counselor Deanna Troi, deren Funktion auf der Enterprise darin besteht, dem Captain zu sagen, was sie fühlt, denn als halb Mensch und halb Betazoidin ist sie außergewöhnlich empathisch, was Captain Picard bei diplomatischen oder militärischen Entscheidungen helfen soll. Richtig nützlich sind ihre Fähigkeiten nicht, sie sagt immer nur Offensichtliches. Sie verleiht der Brücke mit ihrem Lächeln, ihrer Güte und ihrem tiefen Ausschnitt ein Element von Weiblichkeit. Sie ist die „richtige“ Frau der Besatzung. Deshalb zieht Marina Sirtis ständig ihren Bauch ein. Zugleich ist ihr Gesicht meistens das erste, von dem uns die Serie eine Großaufnahme zeigt, sobald die Enterprise in eine Situation gerät, in der eine diffuse Gefahr lauert. So sollen wir unsere Alarmiertheit auf sie projizieren.

Diese erste Troi-Folge handelt von einer arrangierten Ehe. Troi soll den betazoidischen Traditionen entsprechend einen jungen Arzt heiraten, den sie noch nie zuvor gesehen hat. Besonders knistern tut es nicht, aber Liebe ist ungleich Beziehung und so ergeben sich beide ihrem Schicksal. Es ist seltsam, dass Troi hier einfach so ihren Beruf auf der Enterprise aufgeben will, aber so weit kommt es dann aus Plotverwicklungsgründen doch nicht. Der junge Arzt sah nämlich schon seit der Kindheit in seinen Träumen eine ganz andere Frau, die dann am Ende auch zufällig auftaucht (auf einem anderen Raumschiff) und zu der er sich dann auch direkt rüber beamen lässt.

Dafür dass sich die Folge ohne viel Konflikt fast von allein in Wohlgefallen auflöst, zählt sie zu den unterhaltsamsten der ersten Staffel, was vor allem an Lwaxana Troi liegt, Deannas aufbrausender Mutter, die Picard ihr viel zu schweres Gepäck schleppen lässt. Höhepunkt ist ein feierliches Abendessen mit Brautpaar, verfeindeten Schwiegereltern und höchsten Enterprise-Offizieren, bei dem Data, der ja keine Nahrung zu sich nehmen muss, wie eine neugierige Katze herumschleicht und die Charakterdynamiken analysiert. Die Szene ist ein komödiantisches Stück um hohle Floskeln, heimliche Blicke und peinliche Stille. Zudem ist die Szene ein gutes Beispiel dafür, dass Fernsehregisseure meist besser als Kinoregisseure sind, wenn es um die Inszenierung von Tisch-Situationen geht, mit all den zu händelnden Blickachsen.

Und nicht zu vergessen: Carel Struycken, auch bekannt als der Riese in Twin Peaks oder als Lurch in The Addams Family, spielt Mr. Homn, Lwaxanas Diener. Die gesamte Folge über sagt er nichts (außer in der letzten Szene), aber mit dem hohen Kopf, dem enormen Kiefer, den tief in den Höhlen liegenden Augen und seiner schieren Körpergröße befriedigt er am ehesten die Schaulust. Wann immer jemand besetzt werden soll, der sich inmitten „normaler“ Menschen als „komisch“ begaffen lässt, nimmt man Carel Struycken.