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Star Trek: The Next Generation

TNG 6.26 – Descent, Part 1

Diese Folge habe ich noch nie zuvor gesehen. Als Voyager-Fan war ich irritiert, die Borg herumspringen und grölen zu sehen (eine Konsequenz aus der Entscheidung, den individualisierten Hugh in I, Borg wieder ins Borg-Kollektiv zu entlassen). Data ist irritiert, weil er im Kampf gegen diese abgespaltete Borgmeute plötzlich Wut empfindet, und beim Töten empfindet er Genuss.

In einer Szene stellt Data auf dem Holodeck die Situation nach, in der er den Borg tötete, um diese Gefühle nochmal zu fühlen. Allerdings ist dieser holografische Borg nicht stark genug, er stellt keine wirkliche Gefahr dar. Also steigert Data immer weiter die Kraft des Borg, um sich in tatsächliche Lebensgefahr zu bringen und dann vielleicht etwas zu fühlen. Es wäre interessant gewesen, diese Sequenz noch weiter auszuspielen, sodass Data tatsächlich Lust am Töten gewinnt, eine Sucht entwickelt, etwas in der Art. Aber nein, hinter all dem steckt natürlich Lore, von dem die Serienmacher glauben, es sei eine gute Idee, ihn alle dreißig Folgen auftauchen zu lassen. Diesmal hat er mit den abtrünnigen Borg einen kleinen Kult gegründet. Fortsetzung folgt.

Bis auf Rascal enthält Staffel 6 leider keine weitere Folge, die ich zu meinen Lieblingsfolgen zählen würde. Die Staffel hat viele coole Ideen, jedoch ist alles sehr routiniert ausgeführt. Und es gibt keine Lwaxana-Folge.

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TNG 4.3 – Brothers

Am besten ist der Anfang, wenn Data plötzlich verrückt wird und alle wie selbstverständlich die Brücke verlassen, als ob es dafür ein Protokoll gebe. Doch wenn Data, nach einer Reihe von gescheiterten Versuchen ihn aufzuhalten, auf einen Planeten beamt, um seinen Erbauer, Dr. Noonien Soong, zu besuchen, wird daraus ein langweiliges Familientreffen, das auch durchs Auftauchen des bösen Lore kaum spannender wird. Für Brent Spiner-Fans sicher toll, weil er spielt alle drei Rollen.

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TNG 1.13 – Datalore

Die Enterprise trifft erstmals auf Lore, ein Android, der genauso aussieht wie Data, aber er grinst gruseliger und spricht ironisch, salopp, bildhaft, fast wie ein Mensch, und er wird die Enterprise einem durchs All fliegenden Riesenkristall zum Fraß vorwerfen.

Auch in dieser Folge hat Wesley Crusher als einziger den richtigen Riecher, doch die doofen Erwachsenen glauben ihm nicht, noch danken sie ihm am Ende. Das ist aus Sicht eines Fernsehautors, der wenig Zeit hat, um eine Folge zu schreiben (oder zu retten), der schnellste Weg zum dramatischen Konflikt, wenn sonst keiner zu finden ist.

Das Kristallwesen ist sehenswert, wie es zunächst als kleiner blauer Punkt auf dem Schirm auftaucht, immer größer wird und sich schließlich um die Enterprise herumästelt. Ein fantastisches Wesen, erinnernd an die Kirk-Serie, zum Beispiel an den durchs All treibenden Baumstamm in The Doomsday Machine.