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Star Trek: The Next Generation

TNG 7.18 – Eye of the Beholder

Ein Lieutenant begeht Selbstmord, indem er in einen Laser springt. Troi und Worf sollen ermitteln. Sie finden heraus, dass der Lieutenant keinen Grund hatte, sich umzubringen und Troi bekommt gruselige Flashbacks, wenn sie in die Nähe des Lasers kommt. Stellt sich raus, dass beim Bau der Enterprise ein Edgar Allan Poe-artiger Mord geschah (Skelett in Wand), der vom telepathisch begabten Mörder vertuscht wurde. Wichtig ist an dieser Folge, dass Worf und Troi sich näher kommen. Worf küsst sie am nächsten Morgen wach und hat Frühstück für sie gemacht, ein richtiger Schmusi. Schade, dass Troi nach ihrer Beförderung zum Commander in Thine Own Self nicht als Commander angesprochen wird, sondern immer noch als Counselor.

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TNG 6.19 – Lessons

Picard verliebt sich in ein neues Besatzungsmitglied, weil sie klug ist und extrem gut Klavier spielen kann. Sie findet heraus, dass er Flöte spielt und sie treffen sich, ohne Uniformen, an einem Ort, wo sich die Jeffreys-Röhren kreuzen, um gemeinsam zu spielen und ihre Musik dringt bis in den Maschinenraum. Sie spielen das Lied, das Picard in The Inner Light lernte. Dass sie das tun, bedeutet Picard viel, weil er diese intime Erfahrung zuvor mit niemandem geteilt hat.

Die Folge zeigt Picard im Verliebtheitsmodus, breit grinsend und mit schwingendem Gang. In einer Szene fragt er Riker, ob sie abends zusammen fechten wollen und piekst ihm dabei in die Brust. Als Picard später in der Handlung glaubt, seine Nella sei tot, wirkt er wirklich verloren, so ganz allein auf der Couch oder allein im Transporterraum, wartend, ob sie doch noch zurück kommt. Nach sechs Staffeln des weisen starken Picards ist es herzzerreißend, ihn dem Schicksal so ausgeliefert zu sehen.

Es ist außerdem interessant zu sehen, wie die Serie, die ja nun langsam aufs Ende zusteuert, sich selbst immer mal wieder aufbricht. Picard fragt Troi zum Beispiel um Erlaubnis, ob er denn überhaupt mit Nella zusammen sein darf. Die Serie kehrt hier etablierte Charakter-Dynamiken um und verwandelt sogar die kalten Jeffreys-Röhren in einen romantischen Ort.

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TNG 6.13 – Aquiel

Geordi mal wieder verknallt. Hier darf er sogar mal jemanden küssen, nämlich Aquiel, eine Sternenflotten-Offizierin, die er vorher nur von ihren Videotagebüchern kannte, die er im Rahmen von Ermittlungen durchsehen musste. Dadurch baut er eine parasoziale Beziehung zu ihr auf. Als er sie dann wirklich kennenlernt, ist sie genau, wie er sie sich vorgestellt hat. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Folge sehr spät nachts sah und es mir schwer fiel zu folgen, aber irgendwie kam mir diese Folge seltsam vor, als gäbe es sie gar nicht. Die Handlung involviert auch Klingonen und einen Hund, der sich am Ende in ein braunes trichterförmiges Ichweißnichtwas verwandelt. Es fühlt sich an, als würde ich mir das ausdenken, aber die Folge gibt es wirklich.

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TNG 5.17 – The Outcast

Geordi La Forge trägt in dieser Folge einen Bart. In einem der Outtakes auf der Bluray sagt er, dass die Produzenten das einfach mal ausprobieren wollten. Gefiel den Produzenten nicht und so musste er dann gleich wieder ab. Entscheidend ist aber, dass sich Riker in dieser Folge verliebt, und zwar in Soren, einer J’naii, einer Spezies ohne Geschlecht. Riker und Soren führen anfangs einige gendertheoretische Gespräche auf niedrigem Niveau. Zum Beispiel weiß Riker nicht, wie er Soren ansprechen soll, als Sie oder als Es. Da musste ich an Richard Stallman denken, der die genderneutralen Pronomen person und perse vorschlägt. Jedenfalls stellt sich heraus, dass Soren eine der wenigen J’naii ist, die mit einem Geschlecht geboren wurde (sie identifiziert sich als weiblich), was bei den J’naii aber als krank gilt. So müssen Riker und Soren ihre Liebe geheim halten, was Romantik verspricht. Die Dramaturgie findet am Ende zu einer konservativen Geschlechterpolitik, indem sie Soren zur Jungfrau in Not macht. Erwähnenswert ist, dass das erste I Love You in TNG ausgerechnet von Riker kommt.

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TNG 4.25 – In Theory

Data beginnt eine romantische Beziehung mit Crewmitglied Jenna D’Sora. Vorher fragt er das ganze Schiff, ob er sich wirklich darauf einlassen soll. Geordi rät ihm ab, Troi ist skeptisch, Riker ermutigend, Picard verweigert eine Einschätzung und Worf droht Data, Jenna nicht zu verletzen, sonst gibt’s aufs Maul. Guinans Rat ist, dass sie keinen Rat hat. Die Guinan-Szene ist lustig, da sie zum Einstieg ein blaues Getränk und ein gelbes Getränk zusammen gießt, woraus ein grünes Getränk entsteht. Das soll beeindruckend wirken. Jedenfalls beginnt Data seine Beziehung mit Jenna und ist sofort überfordert, weil Frauen sind ja sooo komisch. Er versucht alles richtig zu machen, schreibt sogar ein Programm für Jenna, das Verhaltensroutinen abruft (inklusive Pärchenstreit-Routinen), aber Datas Wille, der perfekte Partner zu sein, führt schließlich zum Beziehungsende. Es gibt lustige Szenen, wenn Data zum Beispiel Jennas Quartier betritt und ruft: Honey, I’m home!

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TNG 3.8 – The Price

Interessante Folge über Counselor Troi, die sich in einen Mann verliebt, der an Bord kommt, um an einer Auktion um ein Wurmloch teilzunehmen, das eine Abkürzung in den Delta-Quadranten erlauben soll und somit von geopolitischer Bedeutung ist. Trois Lover ist schnell als manipulativer Narzisst erkennbar, der es genießt, andere zu kontrollieren und der geheim hält, dass er ein halber Betazoide ist, der Gefühle seiner Gegenüber zu seinem Vorteil nutzt. Nachdem sich Troi ein bisschen mit diesem Groschenromanmann vergnügt hat, erkennt sie sein düsteres Spiel, entlarvt ihn und scheint ihm am Ende auch verziehen zu haben, denn Frau istgleich Gnade.

Die beste Szene gibt’s am Anfang, wenn die gestresste Troi sich beim Replikator eine heiße Schokolade bestellt, aber eine richtige, eine leckere. Doch der Computer kann dem nicht folgen, da er nur eine heiße Schokolade erstellen kann, die nutritional value hat, die gesund ist, die eklig ist, die keinen Genuss hat.

In dieser Folge gibt es auch die berühmte Szene, in der sich Troi und Beverly Crusher zum Stretching treffen. In hautengen Outfits spreizen sie die Beine und strecken ihre Hintern in die Kamera, während sie in engen Berührungen über ihre Liebe zu Männern sprechen. Sich räkelnde Frauen, die von Männern schwärmen. Warum schwärmen sie nicht im Zehnvorne oder beim Herumgehen im Schiffskorridor? Irgendwer (vielleicht Roddenberry?) wollte das offenbar unbedingt jetzt sofort so drehen. Es gab nicht mal ein Sportraum-Set, gedreht wurde offensichtlich im Schiffskorridor-Set.

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TNG 3.6 – Booby Trap

Erster Auftritt Leah Brahms: Ingenieurin des Warp-Antriebs der Enterprise. Geordi erhofft sich von ihr Hilfe bei der Lösung des problem of the week, das die Enterprise diesmal zu zerstören droht. Nur dient Leah nicht auf der Enterprise, sondern arbeitet sonstwo. Also erstellt Geordi eine Holodeck-Simulation von ihr. Auf Geordis Wunsch simuliert das Holodeck nicht nur ihre technische Expertise, sondern auch ihre Persönlichkeit, und zwar mit (laut Computer) 9,37-prozentiger Abweichung von der Real-Brahms. Als während ihres ersten Closeups eine Glitzermusik erklingt, wissen wir: Geordi hat sich verknallt.

Die Folge gibt Einblick in psychosexuelle Abgründe. Wir sehen, wie Geordi die Enterprise fetischisiert, insbesondere den Warp-Antrieb. Als sich Leah und Geordi voneinander verabschieden (sie haben sich an dieser Stelle bereits geküsst), sagt sie sogar: I’m with you every day, Geordi. Every time you look at this engine, you’re looking at me. Every time you touch it, it’s me. Für Geordi ist der Warp-Antrieb nun Leah. Wenn er sie mal wirklich kennen lernt (was in Staffel 4 passiert), könnte ihn überraschen, dass sie gar kein Warp-Antrieb ist.

In Passengers (2016) gibt es ein ähnliches Problem. Chris Pratt läuft einsam auf einem riesigen Raumschiff herum, weil er zu früh aus dem Tiefschlaf geweckt wurde. Irgendwann verliebt er sich in die im Tiefschlaf liegende Jennifer Lawrence und idealisiert sie zum engelsgleichen Wesen. Irgendwann weckt er sie auf und wir sehen: Sie ist genau so, wie er sie sich vorgestellt hatte. Als unfreiwilliger Creep-Film ist Passengers also echt sehenswert.

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TNG 3.2 – The Ensigns of Command

Ich bin immer extra gespannt auf Folgen written by Melinda M. Snodgrass. Ihre Folgen hatten bisher immer eine gewisse Dringlichkeit. Diese nicht. Geht mal wieder um Data und sein Hadern mit der Menschlischkeit. Im Lauf der wenig spannenden Handlung (die ich keine Lust habe zusammenzufassen) lernt er eine Frau kennen, die ihm einen Kuss gibt, was ihn irritiert. Am Schluss gibt er ihr auch einen. Okay.

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TNG 1.24 – We’ll Always Have Paris

Früher hätte ich eine solche Folge langweilig gefunden, aber heute bin ich Fan schlechter Romanzen. Hier trifft Picard eine alte Geliebte wieder, die er damals in einem kitschigen französischen Lokal hat sitzen lassen, weil er Angst hatte, Liebe und Karriere zu verbinden. Während im Hintergrund ein Akkordion spielt, fragen sich Picard und Jenice, was gewesen wäre, wenn. Ich würde sagen, nicht viel, vor allem wenn sie sich am Ende auf dem Holodeck treffen, in einer Nachbildung besagten Lokals, um sich voneinander zu verabschieden. Das wirkt eher formal als sentimental.