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Star Trek: The Next Generation

TNG 2.3 – Elementary, Dear Data

Geordi und Data spielen Sherlock Holmes auf dem Holodeck, aber Data löst jeden Fall sofort. So lassen sie den Computer einen Holmes-Fall entwerfen, der Data besiegen kann. Was einen Professor Moriarty erzeugt, der ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass er ein Hologramm auf einem Holodeck auf einem Raumschiff namens Enterprise ist. Moriarty entwirft eine Maschine, mit der er die Enterprise zum Wackeln bringen kann und irgendwie bringt er es fertig, die alleinige Kontrolle über das Holodeck zu erlangen. Sein Ziel: Er will außerhalb des Holodecks weiter leben können. Doch Picard sagt ihm, dies sei nicht möglich. Moriarty sieht das ein und lässt sich deaktivieren. Ende.

Die Folge ist bemerkenswert, weil es überraschend ist, einen dramatischen Konflikt durch Einsicht gelöst zu sehen. Coole Checker wie ich nennen das Antiklimax. Die Spannung steigt und steigt, aber auf dem Höhepunkt entlädt sie sich nicht in einer Konfrontation, sondern sinkt einfach wieder ab. Der Antiklimax enttäuscht bewusst die Erwartung an die Konfrontation. Was klug ist, denn wenn Erwartungen erfüllt werden, vor allem in Fernsehserien, ist das meistens unbefriedigend.

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Star Trek: The Next Generation

TNG 1.15 – 11001001

Die Leistung der Enterprise-D, so Picard im einleitenden Logbucheintrag, übertraf bislang alle Erwartungen. Nun soll das Schiff für kleine Ausbesserungen ein paar Tage auf Raumbasis 74 andocken, einer riesigen und beeindruckenden Raumstation (danke, Bluray-Restauration!). Hier darf die Crew ein paar Tage urlaubieren. Riker und Picard haben also Sturmfrei, als plötzlich die Explosion des Warpkerns droht und die Enterprise programmiert wird, möglichst weit von der Raumbasis weg zu warpen. In dieser Folge werden Riker und Picard die Selbstzerstörung der Enterprise einleiten. Ein aufregendes Ereignis in jeder Star Trek-Serie, denn das Schiff ist die eigentliche Hauptfigur. Mit seiner Zerstörung droht das Ende der Serie und damit auch das Ende der alltäglichen Gewohnheit, die Serie zu schauen. Die Enterprise ist ein Bild für den Alltag auf der Suche nach dem Ungewöhnlichen.

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Star Trek: The Next Generation

TNG 1.12 – The Big Goodbye

Das Holodeck kann dreidimensionale Umgebungen realistisch darstellen, inklusive der dort lebenden Menschen, die glaubwürdig simuliert werden. In dieser virtuellen Realität kann die Enterprise-Crew sich erholen und hat wahrscheinlich eine Menge Sex mit Hologrammen (was die Serie maximal andeutet). In dieser ersten Holodeckfolge holodecken sich Picard, Crusher und Data in die 40er-Jahre, um ein Gangster-Abenteuer zu erleben, aber durch eine Fehlfunktion ist die Holodeck-Simulation plötzlich unstoppbar und darüber hinaus können die Hologramme echte Verletzungen erzeugen und echt morden. Werden unsere Helden der brenzligen Lage entfliehen?

Die Folge hat den Fish-out-of-water-Humor einer Star Trek-Crew, die in die Gegenwart kommt. Hier verschluckt sich beispielsweise Beverly Crusher an einem Kaugummi, weil sie nicht weiß, dass man einen Kaugummi kaut statt schluckt. Hihi.

Höhepunkte sind die großartigen Sets, Kostüme und Lawrence Tierney als Gangsterboss. Tierney wurde in den 40er-Jahren zum Schauspiel-Star für RKO-Filme wie Dillinger (1945) von Max Nosseck und Born To Kill (1947) von Robert Wise (Regisseur von Star Trek: The Motion Picture). Im Film Noir spielte Tierney meist Bösis und im Verlauf seiner Karriere spielte er in massenhaft Filmen und Serien. Im richtigen Leben saß Tierney wegen allerhand Kneipenschlägereien und trunkenen Rumballerns immer wieder im Knast. Seine Legende bringt filmgeschichtliches Gewicht auf die Enterprise. Als Hologramm, das feststellen muss, das es ein Hologramm ist, hat seine Rolle etwas Tragisches. Ein paar Jahre später spielte Tierney Joe Cabot, den Drahtzieher des Diamantenraubs in Tarantinos Reservoir Dogs.

Mal wieder rettet Wesley Crusher den Tag, indem er die Fehlfunktion behebt. Und Beverly Crusher wäre lieber allein mit Picard aufs Holodeck gegangen.