Kategorien
Star Trek: The Next Generation

TNG 4.17 – Night Terrors

Zurück in die Twilight Zone mit Night Terrors (was auch der Name eines gescheiterten Tobe Hooper-Films ist). Die Enterprise hängt in einem Doppel-Sternensystem rum und stößt auf ein anderes Sternenflotten-Schiff, dessen Besatzung tot ist. Logbucheinträge weisen darauf hin, dass seltsame Dinge auf dem Schiff geschahen und die Crew wahnsinnig wurde. Natürlich passiert dasselbe nun auch mit der Enterprise, was erstens an The Naked Now erinnert, wo alle wahnsinnig werden, zweitens an Where No One Has Gone Before, wo die Crew Halluzinationen hat (inklusive spukiger Turboliftszenen), und drittens an Event Horizon (1997), der Shiningversion von Solaris (1975), wo Sam Neill sich die Augen ausreißt.

Die Folge nutzt viel Vokabular des Horrorfilms. Wir sehen Leichenhallen, eklige Tiere, langsame Ranfahrten an verängstigte Gesichter. Troi tritt mal wieder in Kontakt mit dem Übersinnlichen. Sie spielt Nancy aus Nightmare On Elm Street (1984), die im Traum die Enterprise retten muss, indem sie durch eine grüne Wolkenwelt fliegt (die an die Wolkenwelt in Poltergeist 2 (1984) erinnert, nur in grün) und einem Licht eine Nachricht übermitteln soll. Hab’s nicht verstanden.

Toll, wie abgefuckt hier alle aussehen, denn die ganze Crew kriegt keinen Schlaf. Die Beleuchtung wird graduell dunkler, selbst Worf hat Angst und im Ten Forward wird mal wieder geprügelt (was Guinan stoppt, indem sie mit illegaler Waffe an die Decke schießt).

Kategorien
Star Trek: The Next Generation

TNG 2.1 – The Child

Wie behandelt man eine Schwangere? Als Picard erfährt, dass Counselor Troi schwanger ist, beruft er sofort eine Sitzung ein, in der die Offiziere in Trois stummer Anwesenheit über das Für und Wider einer Abtreibung diskutieren. In der Nacht wurde Troi von einer außerirdischen Lichtkugel vergewaltigt. Während sie schlief, drang die Kugel erst in ihr Quartier ein und dann in sie. Troi will das Kind behalten. Die Schwangerschaft dauert zwei Tage. Bei der Geburt steht Data ihr bei, aufgeregt-neugierig. Worf, samt Sicherheits-Schergen, beglotzt die Geburt. Auch Riker hat sich irgendwo versteckt, um seiner Deanna heimlich beim Gebären zuzusehen. All das ist in extremen Gesichts-Nahaufnahmen aufgelöst, wie in Dreyers La Passion de Jeanne d’Arc (1928). Immerhin beruhigt Doktor Pulaski mit lockeren Sprüchen, sodass es nur so flutscht.

Neben dem Wunder der Geburt gibt’s auch die Wunder eines Staffelauftakts: Riker jetzt mit Bart, Troi mit offenen Haaren und neuem Outfit, Geordi und Worf mit gelben Uniformen, Wesley mit Sternenflotten-Emblem auf dem Herzen und Chief O’Brien hängt den ganzen Tag im Transporterraum ab. Mit der Bar Ten Forward gibt’s ab jetzt ein neues Set. Hinterm Tresen steht Whoopi Goldberg als Guinan und hilft direkt mal, kraft ihrer überirdischen Weisheit, dem kleinen Wesley bei einer schwierigen Entscheidung.

Ich mache mich wohl zum Ketzer, wenn ich sage: Die beste Neuerung der zweiten Staffel ist Doktor Katherine Pulaski. Die Enterprise ist bevölkert von unterwürfigen Langweilern, zumindest an diesem Punkt der Serie. Da ist Pulaski mit ihrer levitenlesenden Art eine große Auflockerung.