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Star Trek: The Next Generation

TNG 4.20 – Qpid

Diese Folge sticht vor allem durch ihre Klamauk-Bereitschaft heraus. Picard und seine Crew werden von Q in die Robin Hood-Zeit geschnippst, wo Worf gegen sein knallrotes Outfit protestiert, Data eine Halbglatze hat und La Forge schlecht Mandoline spielt und dabei verträumt den Kopf hin und her schwenkt. Picard (jetzt mit schnittigem Bart) muss Vash retten, seine Urlaubsliebe aus Captain’s Holiday. Sie soll geköpft werden, wenn sie nicht Sir Guy of Gisbourne heiratet. Da sie nicht geköpft werden will, nimmt sie, zu Qs Überraschung, den Antrag an. Auch Picard ist verwirrt, als sich Vash nicht von ihm retten lassen will, also kidnappt er sie einfach. Am Ende sollen Picard und Vash beide geköpft werden und es kommt zum Showdown, inklusive Schwertkampf auf Burgtreppe, wo Patrick Stewart errolflynnt und seinem Gegner alle paar Schwerthiebe einen kühnen Spruch zuwirft.

Das Herz der Folge ist die Picard-Vash-Romanze, insbesondere Picards Schwierigkeiten, zu Vash zu stehen, denn ihre freche Kulturverdrossenheit ist ihm peinlich (sie setzt sich zum Beispiel einfach so auf den Captainstuhl und räkelt sich darin). Die Crew mag Vash (Worfs Kommentar: Nice legs.) und ist amüsiert über die deutlichen Unterschiede zwischen ihr und Picard. Sie sind seine Freunde, sie respektieren seine Gefühle für Vash, auch wenn er das selbst nicht tut. Das ist bei allem Klamauk schön zu sehen. Zumal Picard in seiner Unfähigkeit zu seinen Gefühlen zu stehen fast wie ein kleiner Junge wirkt. Vash ist eine belebende Gastfigur. Selbst Q ist begeistert, und so bietet er ihr am Ende die Chance, mit ihm mitzukommen und das Q-Kontinuum zu bereisen. Vash bejaht.

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TNG 4.14 – Clues

Als die Enterprise einen Planeten untersuchen will, öffnet sich ein Wurmloch und die Crew wird für dreißig Sekunden bewusstlos, bis auf Data. Danach setzt die Crew ihren Alltag fort, aber schnell mehren sich seltsame Beobachtungen. Zum Beispiel hatten Doktor Crushers Pflanzen in dieser Zeit einen großen Wachstums-Schub. Was geschah wirklich in diesen dreißig Sekunden? Data könnte es wissen, gibt sich aber ratlos und scheint die Ermittlungen bewusst zu stören. Das Mysterium dieser neuen Twilight Zone-Folge ist spannend erzählt. Counselor Troi spielt wieder ein Portal für andere Wesen (siehe The Loss). Sie spricht sogar in runtergepitchter Gruselstimme für die Aliens, die von ihr Besitz ergriffen haben.

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TNG 4.11 – Data’s Day

Diese Folge zeigt einen Tag in Datas Leben, natürlich mit besonderem Augenmerk auf seine Schwierigkeiten mit menschlichem Verhalten. Zum ersten Mal sieht man seine Katze Spot, aber leider nur kurz. Spot’s Day wäre auch eine gute Folge. Dafür gibt’s spannende Szenen beim Friseur und Chief O’Brien will heiraten, und zwar Keiko, die aber kurzzeitig doch nicht will, was einiges Drama erzeugt. In Vorbereitung auf die Hochzeit bringt Doktor Crusher Data Tanzen bei und nebenbei sherlockholmest er noch eine romulanische Intrige aus.

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TNG 4.6 – Legacy

Hier lernen wir Tasha Yars Schwester kennen, Ishara Yar, die eine coole Lederjacke trägt und später, als sie sich auf der Enterprise eingelebt hat, einen arschritzenengen Ganzkörperanzug, der Seven of Nine aus Voyager und T’Pol aus Enterprise vorweg nimmt. Data verknallt sich in Ishara, aber Ishara entpuppt sich als böse Verführerin wie aus einem Joe Eszterhaz-Drehbuch. Picard verwendet mal wieder sein Lieblingswort Magnitude. Do you realize the MAGNITUDE of…? ist sein Lieblings-Satzanfang.

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TNG 4.3 – Brothers

Am besten ist der Anfang, wenn Data plötzlich verrückt wird und alle wie selbstverständlich die Brücke verlassen, als ob es dafür ein Protokoll gebe. Doch wenn Data, nach einer Reihe von gescheiterten Versuchen ihn aufzuhalten, auf einen Planeten beamt, um seinen Erbauer, Dr. Noonien Soong, zu besuchen, wird daraus ein langweiliges Familientreffen, das auch durchs Auftauchen des bösen Lore kaum spannender wird. Für Brent Spiner-Fans sicher toll, weil er spielt alle drei Rollen.

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TNG 3.22 – The Most Toys

Ein Kunstsammler entführt Data und sperrt ihn in einen Raum, wo noch andere Kunstwerke ausgestellt sind (darunter auch die Mona Lisa). In dieser Galerie soll Data für immer auf einem Stuhl sitzen und fortan jeden Besucher mit seinen kommunikativen Fähigkeiten zum Staunen bringen. Diese Prämisse verbietet Data, wie in The Measure of a Man, das Recht auf freie Entscheidung, dreht sich aber weniger um Roboterethik als um die Frage, welche Zwänge nötig sind, damit eine Person (ob Android oder Mensch, ist egal) ihr Recht auf freie Entscheidung von selbst aufgibt. Das Bild für diese Unterwerfung ist der Stuhl, dem sich Data erst noch verweigert. Doch die Methoden des Kunstsammlers werden immer sadistischer, sodass sich Data irgendwann nicht mehr wehren kann. So wird sich der zuverlässige Data, der sonst immer für alles eine Lösung findet, setzen.

Die Folge handelt zudem vom problematischen Verhältnis des Menschen zur Kunst. Der Kunstsammler sammelt die seltensten und großartigsten Werke, die er finden kann, nicht weil er die Werke bewundert, sondern weil die Werke ihn selbst aufwerten. So wertet sich auch Paris auf, indem es die wertvollsten Kunstwerke der Welt im Louvre hortet. Die Mona Lisa ist ein berühmtes Gemälde, weil niemand weiß, auf wem sie basiert. Sie ist weder eine berühmte Königin, noch eine Adelige, noch eine biblische Figur. Sie ist nicht einzuordnen und dadurch frei vom Gewicht der Bedeutung. In einem kurzen Moment von The Most Toys steht Data vor der Mona Lisa und versucht, ihr Lächeln nachzuahmen. Data will sich auch der Bedeutung entziehen und damit dem Joch der Kunstsammler und Kunstbetrachter. Er will sich nicht auf ein Kunstwerk reduzieren lassen.

Dass die Folge nicht in den TNG-Bestenlisten auftaucht, liegt wohl einerseits daran, dass die Handlung immer wieder durch Enterprise-Szenen unterbrochen wird, andererseits am schwachen Finale, das nach Zahlen malt und bei dem Data kurz davor ist, den Kunstsammler bewusst zu erschießen (was Datas erster Mord gewesen wäre), doch leider verhindert eine Fügung des Schicksals dieses konsequenzbeladenere Ende. The Most Toys ist die größte Überraschung meines bisherigen TNG-Durchhaltewettbewerbs.

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TNG 3.16 – The Offspring

Data baut sich eine Tochter namens Lal. Er will ihr ein Vater sein und sie will sich in die menschliche Gesellschaft einfügen. Das ist an sich schon schwierig genug, aber darüber hinaus will die Sternenflotte Lal für ihre Untersuchungen von der Enterprise runter befehlen, weg von Data, ihrer einzigen Bezugsperson. Lal bekommt nun, ungewöhnlich für eine Androidin, Angst. Das führt zu einer furchteinflößenden Szene, in der sie sich selbst immer wieder mit den Fingerspitzen gegen den Brustkorb hämmert, als wollte sie die Angst weg hämmern.

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TNG 3.2 – The Ensigns of Command

Ich bin immer extra gespannt auf Folgen written by Melinda M. Snodgrass. Ihre Folgen hatten bisher immer eine gewisse Dringlichkeit. Diese nicht. Geht mal wieder um Data und sein Hadern mit der Menschlischkeit. Im Lauf der wenig spannenden Handlung (die ich keine Lust habe zusammenzufassen) lernt er eine Frau kennen, die ihm einen Kuss gibt, was ihn irritiert. Am Schluss gibt er ihr auch einen. Okay.

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TNG 2.21 – Peak Performance

Data verliert ein Strategiespiel gegen einen Großmeister, verzieht sich in sein Quartier, analysiert seine Fehler, will nicht auf die Brücke zurück kehren, stagniert, wird aber vom weisen Picard belehrt. Picards entscheidender Satz: It is possible to commit no mistakes and still lose. Data lernt also, dass man die Unberechenbarkeit der Welt aushalten muss. Picards Satz kann man auch antikapitalistisch lesen: Leistung führt nicht zum Erfolg. Leider ist das nur ein Nebenplot in der Handlung. Ich hätte Data gern in einer existenziellen Krise gesehen, wie er in seinem Quartier brütet. Der Hauptplot dreht sich um eine Kampfsimulation, bei der Riker mit kleiner Crew in einem älteren Schiff gegen Picard antreten muss. Mittendrin taucht ein Ferengi-Schiff auf und ferengiert ein bisschen, was die Situation verkompliziert.

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TNG 2.19 – Mahunt

Nach Conspiracy (1.25) die zweite Folge, in der Data lacht (ich führe Buch). Nach Haven (1.11) die zweite Folge mit Counselor Trois Mutter, Lwaxana Troi, und ihren ständig saufenden Diener Homn. Der Gag mit dem schweren Gepäck geht diesmal auf Rikers Kosten.