Kategorien
Star Trek: The Next Generation

TNG 2.19 – Mahunt

Nach Conspiracy (1.25) die zweite Folge, in der Data lacht (ich führe Buch). Nach Haven (1.11) die zweite Folge mit Counselor Trois Mutter, Lwaxana Troi, und ihren ständig saufenden Diener Homn. Der Gag mit dem schweren Gepäck geht diesmal auf Rikers Kosten.

Kategorien
Star Trek: The Next Generation

TNG 2.5 – Loud as a Whisper

Behinderung und wie man damit umgeht ist das Thema dieser Folge. Was interessant ist, weil wir viel über eine Gesellschaft lernen können, indem wir ihren Umgang mit behinderten Menschen betrachten.

Kategorien
Star Trek: The Next Generation

TNG 2.1 – The Child

Wie behandelt man eine Schwangere? Als Picard erfährt, dass Counselor Troi schwanger ist, beruft er sofort eine Sitzung ein, in der die Offiziere in Trois stummer Anwesenheit über das Für und Wider einer Abtreibung diskutieren. In der Nacht wurde Troi von einer außerirdischen Lichtkugel vergewaltigt. Während sie schlief, drang die Kugel erst in ihr Quartier ein und dann in sie. Troi will das Kind behalten. Die Schwangerschaft dauert zwei Tage. Bei der Geburt steht Data ihr bei, aufgeregt-neugierig. Worf, samt Sicherheits-Schergen, beglotzt die Geburt. Auch Riker hat sich irgendwo versteckt, um seiner Deanna heimlich beim Gebären zuzusehen. All das ist in extremen Gesichts-Nahaufnahmen aufgelöst, wie in Dreyers La Passion de Jeanne d’Arc (1928). Immerhin beruhigt Doktor Pulaski mit lockeren Sprüchen, sodass es nur so flutscht.

Neben dem Wunder der Geburt gibt’s auch die Wunder eines Staffelauftakts: Riker jetzt mit Bart, Troi mit offenen Haaren und neuem Outfit, Geordi und Worf mit gelben Uniformen, Wesley mit Sternenflotten-Emblem auf dem Herzen und Chief O’Brien hängt den ganzen Tag im Transporterraum ab. Mit der Bar Ten Forward gibt’s ab jetzt ein neues Set. Hinterm Tresen steht Whoopi Goldberg als Guinan und hilft direkt mal, kraft ihrer überirdischen Weisheit, dem kleinen Wesley bei einer schwierigen Entscheidung.

Ich mache mich wohl zum Ketzer, wenn ich sage: Die beste Neuerung der zweiten Staffel ist Doktor Katherine Pulaski. Die Enterprise ist bevölkert von unterwürfigen Langweilern, zumindest an diesem Punkt der Serie. Da ist Pulaski mit ihrer levitenlesenden Art eine große Auflockerung.

Kategorien
Star Trek: The Next Generation

TNG 1.11 – Haven

Hier mal eine Folge über Counselor Deanna Troi, deren Funktion auf der Enterprise darin besteht, dem Captain zu sagen, was sie fühlt, denn als halb Mensch und halb Betazoidin ist sie außergewöhnlich empathisch, was Captain Picard bei diplomatischen oder militärischen Entscheidungen helfen soll. Richtig nützlich sind ihre Fähigkeiten nicht, sie sagt immer nur Offensichtliches. Sie verleiht der Brücke mit ihrem Lächeln, ihrer Güte und ihrem tiefen Ausschnitt ein Element von Weiblichkeit. Sie ist die „richtige“ Frau der Besatzung. Deshalb zieht Marina Sirtis ständig ihren Bauch ein. Zugleich ist ihr Gesicht meistens das erste, von dem uns die Serie eine Großaufnahme zeigt, sobald die Enterprise in eine Situation gerät, in der eine diffuse Gefahr lauert. So sollen wir unsere Alarmiertheit auf sie projizieren.

Diese erste Troi-Folge handelt von einer arrangierten Ehe. Troi soll den betazoidischen Traditionen entsprechend einen jungen Arzt heiraten, den sie noch nie zuvor gesehen hat. Besonders knistern tut es nicht, aber Liebe ist ungleich Beziehung und so ergeben sich beide ihrem Schicksal. Es ist seltsam, dass Troi hier einfach so ihren Beruf auf der Enterprise aufgeben will, aber so weit kommt es dann aus Plotverwicklungsgründen doch nicht. Der junge Arzt sah nämlich schon seit der Kindheit in seinen Träumen eine ganz andere Frau, die dann am Ende auch zufällig auftaucht (auf einem anderen Raumschiff) und zu der er sich dann auch direkt rüber beamen lässt.

Dafür dass sich die Folge ohne viel Konflikt fast von allein in Wohlgefallen auflöst, zählt sie zu den unterhaltsamsten der ersten Staffel, was vor allem an Lwaxana Troi liegt, Deannas aufbrausender Mutter, die Picard ihr viel zu schweres Gepäck schleppen lässt. Höhepunkt ist ein feierliches Abendessen mit Brautpaar, verfeindeten Schwiegereltern und höchsten Enterprise-Offizieren, bei dem Data, der ja keine Nahrung zu sich nehmen muss, wie eine neugierige Katze herumschleicht und die Charakterdynamiken analysiert. Die Szene ist ein komödiantisches Stück um hohle Floskeln, heimliche Blicke und peinliche Stille. Zudem ist die Szene ein gutes Beispiel dafür, dass Fernsehregisseure meist besser als Kinoregisseure sind, wenn es um die Inszenierung von Tisch-Situationen geht, mit all den zu händelnden Blickachsen.

Und nicht zu vergessen: Carel Struycken, auch bekannt als der Riese in Twin Peaks oder als Lurch in The Addams Family, spielt Mr. Homn, Lwaxanas Diener. Die gesamte Folge über sagt er nichts (außer in der letzten Szene), aber mit dem hohen Kopf, dem enormen Kiefer, den tief in den Höhlen liegenden Augen und seiner schieren Körpergröße befriedigt er am ehesten die Schaulust. Wann immer jemand besetzt werden soll, der sich inmitten „normaler“ Menschen als „komisch“ begaffen lässt, nimmt man Carel Struycken.