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Star Trek: The Next Generation

TNG 1.24 – We’ll Always Have Paris

Früher hätte ich eine solche Folge langweilig gefunden, aber heute bin ich Fan schlechter Romanzen. Hier trifft Picard eine alte Geliebte wieder, die er damals in einem kitschigen französischen Lokal hat sitzen lassen, weil er Angst hatte, Liebe und Karriere zu verbinden. Während im Hintergrund ein Akkordion spielt, fragen sich Picard und Jenice, was gewesen wäre, wenn. Ich würde sagen, nicht viel, vor allem wenn sie sich am Ende auf dem Holodeck treffen, in einer Nachbildung besagten Lokals, um sich voneinander zu verabschieden. Das wirkt eher formal als sentimental.

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TNG 1.21 – Symbiosis

RIKER (über Sonneneruptionen):
The violence of those eruptions is awesome.

TASHA (über Drogen):
Wesley, on my home world, there was so much poverty and violence that for some people, the only escape was through drugs.
WESLEY:
How can a chemical substance provide an escape?
TASHA:
It doesn’t. But it makes you think it does.
WESLEY:
I guess I don’t understand.
TASHA:
Wesley, I hope you never do.
Data schaut verwirrt. In was für einer Serie bin ich eigentlich?

PICARD (zu Crusher):
Beverly, the Prime Directive is not just a set of rules, it is a philosophy, and a very correct one. History has proved again and again that whenever mankind interferes with a less developed civilization, no matter how well intentioned that interference may be, the results are invariably disastrous.

Möööp.

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TNG 1.19 – Coming of Age

Während sich Wesley Crusher an der Aufnahmeprüfung der Sternenflotten-Akademie versucht, wird die gesamte Enterprise-Crew über Captain Picard verhört. Scheinbar wird Picard einer bösen Tat verdächtigt. Das führt zu allerhand Szenen, in denen die einzelnen Mannschaftsmitglieder ihre Loyalität für Picard erklären, wie super er ist und so. Da fiebert man natürlich mit. Der Grund für die Untersuchung wird nicht wirklich aufgeklärt, es bleibt also zum ersten Mal etwas im Unklaren.

Auch zum ersten Mal ist ein Shuttle zu sehen (die Innenbeleuchtung besteht noch aus schief angebrachten Lichterketten). Ein Teenager, der nicht zur Akademieprüfung zugelassen wurde, hat es gestohlen, sein Leben ist zerstört, er ist ein Loser. Nun ist er in Lebensgefahr, doch Picard rettet ihm das Leben, damit wir verstehen wie toll Picard ist. Am Ende bedankt sich der suizidale Teenager unterwürfig bei Picard. Dass der Leistungsdruck der Sternenflotte zu viel sein könnte, da kommt niemand drauf.

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TNG 1.12 – The Big Goodbye

Das Holodeck kann dreidimensionale Umgebungen realistisch darstellen, inklusive der dort lebenden Menschen, die glaubwürdig simuliert werden. In dieser virtuellen Realität kann die Enterprise-Crew sich erholen und hat wahrscheinlich eine Menge Sex mit Hologrammen (was die Serie maximal andeutet). In dieser ersten Holodeckfolge holodecken sich Picard, Crusher und Data in die 40er-Jahre, um ein Gangster-Abenteuer zu erleben, aber durch eine Fehlfunktion ist die Holodeck-Simulation plötzlich unstoppbar und darüber hinaus können die Hologramme echte Verletzungen erzeugen und echt morden. Werden unsere Helden der brenzligen Lage entfliehen?

Die Folge hat den Fish-out-of-water-Humor einer Star Trek-Crew, die in die Gegenwart kommt. Hier verschluckt sich beispielsweise Beverly Crusher an einem Kaugummi, weil sie nicht weiß, dass man einen Kaugummi kaut statt schluckt. Hihi.

Höhepunkte sind die großartigen Sets, Kostüme und Lawrence Tierney als Gangsterboss. Tierney wurde in den 40er-Jahren zum Schauspiel-Star für RKO-Filme wie Dillinger (1945) von Max Nosseck und Born To Kill (1947) von Robert Wise (Regisseur von Star Trek: The Motion Picture). Im Film Noir spielte Tierney meist Bösis und im Verlauf seiner Karriere spielte er in massenhaft Filmen und Serien. Im richtigen Leben saß Tierney wegen allerhand Kneipenschlägereien und trunkenen Rumballerns immer wieder im Knast. Seine Legende bringt filmgeschichtliches Gewicht auf die Enterprise. Als Hologramm, das feststellen muss, das es ein Hologramm ist, hat seine Rolle etwas Tragisches. Ein paar Jahre später spielte Tierney Joe Cabot, den Drahtzieher des Diamantenraubs in Tarantinos Reservoir Dogs.

Mal wieder rettet Wesley Crusher den Tag, indem er die Fehlfunktion behebt. Und Beverly Crusher wäre lieber allein mit Picard aufs Holodeck gegangen.