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Star Trek: The Next Generation

TNG 2.10 – The Dauphin

Wes verliebt sich und holt sich Rat bei Riker, Guinan, Geordi und Worf, der lustvoll-grinsend erklärt, dass die klingonischen Frauen die Männer verprügeln, während die Männer Liebesgedichte vortragen. Ganz so kompliziert ist es nicht für Wesley, denn seine Dauphin ist selbst schon scharf auf ihn, und so verbringen sie ein paar Stunden auf dem Holodeck und im Zehnvorne. Leider ist sie eine Thronfolgerin. Die Enterprise transportiert sie gerade zu dem Planeten, dessen Herrschaft sie nun anzutreten hat. Und leider hat sie eine Gouvernante dabei, die sie um jeden Preis beschützen muss und die gespielt wird von Paddi Edwards, die ich nicht kenne, aber die mit ihrer Kombination aus militärischen Mundbewegungen und aufgerissenen Augen an Miss Tanner in Suspiria (1977) erinnert, gespielt von Alida Valli. Zudem ist diese Gouvernante auch noch eine Shapeshifterin, die sich ein mal kurz, warum auch immer, in Mädchen Amick verwandelt, bekannt als Shelley aus Twin Peaks (1990-1991), ein mal in einen Ewok und ein mal in einen Spacegrizzly. Und diese Gouvernante will natürlich nicht, dass Wes was mit der Dauphin hat. Irgendwann verwandelt sich auch die Dauphin in so einen Spacegrizzly, denn, wer hätte es gedacht, sie ist auch eine Shapeshifterin. Was Wesley ziemlich verstört, war seine Geliebte doch vorher so schön, so perfekt, so immer am Lächeln. Seine Lektion, dass in jeder Frau ein Monster steckt, hat er nun gelernt.

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TNG 2.9 – The Measure of a Man

The Measure of a Man beginnt mit einem Pokerspiel zwischen Riker, La Forge, O’Brien, Pulaski und Data. Erstmals sind die Figuren in einem Kontext beisammen, in dem Dienstgrade aufgehoben sind. Das wirkt befreiend, nach all der Steifheit in den Folgen zuvor. Schon in früheren Folgen gab es Freizeitspaß auf dem Holodeck oder außerdienstliche Gespräche im Zehnvorne, aber Pokern ist, neben einer sozialen Freizeitbeschäftigung, auch ein Spiel mit der Ungewissheit, also ein Gegensatz zur mathematisierten und hierarchisierten Gesellschaft von Star Trek.

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TNG 2.8 – A Matter of Honor

Riker dient im Rahmen eines Austauschprogramms als erster Offizier auf einem Klingonenschiff. Dort musss er Klingonenessen essen, was so ziemlich der Kern des kulturellen Austauschs dieser Folge ist. Aber man lernt auch klingonischen Humor kennen: If clingon food is too strong for you, perhaps we could get one of the females to breastfeed you! Man lernt auch, dass es keinen großen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Klingonen gibt. Beide sind ehrfuchtgebietende Krieger.

Das Setdesign auf dem Klingonenschiff ist fantastisch, das rote Licht, die Gitter, die diesige Luft. Auch auf der Enterprise gibt’s was zum Staunen, nämlich die ersten Nahaufnahmen, die zeigen, wie jemand eine Konsole bedient, also wie Knöpfe gedrückt und Dinge berechnet werden. Wow!

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TNG 2.7 – Unnatural Selection

Eine Pulaski-Folge. Ich mag Pulaski, weil ihr Stolz von ihr selbst kommt, nicht von ihrem Sternenflottenrang. Doch der Star Trek-Boysclub beschwert sich gern über sie, weil sie es wagt, den weisen Picard auch mal zu unterbrechen. In dieser Folge wird ihre Persönlichkeit über die Handlung eines Virusausbruchs thematisiert, der das Schiff gefährden könnte. Pulaski will helfen, aber Picard ist um das Wohl des Schiffes besorgt. Es wird viel geblablablat und am Ende ist alles gut, weil Pulaski und Picard aufeinander zugegangen sind. Ich hoffe, dass Pulaski in den folgenden Folgen nicht so unterwürfig wird wie der Rest der Crew.

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TNG 2.6 – The Schizoid Man

Ein sterbender Wissenschaftler transferiert seine Persönlichkeit in Data. Was relativ schnell auffällt, weil sich Data seltsam benimmt. Am Ende kann der weise Picard den Wissenschaftler überzeugen, aus Data raus zu gehen. Immer nett, wenn Data aus der Rolle fällt. Am besten ist aber sein Bart zu Beginn der Folge, den er leider nicht weiter trägt. Ich hätte mir eine Folge gewünscht, in der es nur darum geht, wie er der Mannschaft seinen Bart präsentiert, wie alle den Bart blöd finden und dann wie der Bart immer länger wird und irgendwann die Enterprise bedroht. Schade, dass sich die Folge nicht an meinen Wunsch gehalten hat.

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TNG 2.5 – Loud as a Whisper

Behinderung und wie man damit umgeht ist das Thema dieser Folge. Was interessant ist, weil wir viel über eine Gesellschaft lernen können, indem wir ihren Umgang mit behinderten Menschen betrachten.

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Film

The Social Dilemma lügt

The Social Dilemma ist ein Dokumentarfilm, der vorgibt, über die Gefahren von Sozialen Medien aufzuklären. Tatsächlich klärt der Film wenig auf. Er vereinfacht, verfälscht und lügt, um die Tech-Branche als einzigen möglichen Retter vor einer düsteren Zukunft darzustellen. So untergräbt der Film unser Mitspracherecht und unsere Kritikfähigkeit an den Technologien der Tech-Branche. Kritik soll entweder aus der Tech-Branche kommen oder konstruktiv sein, also systemfreundlich.

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TNG 2.4 – The Outrageous Okona

Die Enterprise hilft Han Solo, der, wie man sich anfangs nur denken kann, wegen einigem Trouble gesucht wird. Frisch auf der Enterprise umschwärmen ihn die Frauen und innerhalb weniger Stunden besucht er gleich drei auf ihren privaten Quartieren. In einer Szene führt Worf ihn aus dem Quartier einer Frau, da bleibt die Kamera noch kurz auf ihr, wie sie allein auf dem Bett sitzen bleibt. Das soll wohl zeigen, dass auf der Enterprise normalerweise wohl nicht viel abgeht. Und oder es ist mal wieder sexistischer Roddenberry-Schwachsinn.

Picard ist im Genervt-Modus, denn zwei andere Schiffe fordern Hans Auslieferung. Er muss vermitteln, was zu einer Schlussszene führt, in der alle Parteien im Halbkreis stehend etwas aufführen, was wohl als Verwechslungskomödie gedacht war. Aber für so etwas ist der Star Trek-übliche Inszenierungsstil nicht geeignet, mit seinen kurzen Sprechpausen zwischen jedem Closeup. Der B-Plot zeigt Data bei seinen Versuchen, Humor zu verstehen. Guinan berät ihn. Eine unlustige Folge über Humor.

Han wird gespielt von William O. Campbell, der wenig später die Hauptrolle in The Rocketeer (1991) spielte. Die Transporter-Offizierin, die ihm sofort verfällt, wird von Teri Hatcher gespielt. Sie spielte etwas später Lois Lane in Lois & Clark: The New Adventures of Superman (1993-1997), war Bondgirl in Die Another Day (1997) und spielte Susan Delfino in Desperate Housewifes (2004-2012).

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TNG 2.3 – Elementary, Dear Data

Geordi und Data spielen Sherlock Holmes auf dem Holodeck, aber Data löst jeden Fall sofort. So lassen sie den Computer einen Holmes-Fall entwerfen, der Data besiegen kann. Was einen Professor Moriarty erzeugt, der ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass er ein Hologramm auf einem Holodeck auf einem Raumschiff namens Enterprise ist. Moriarty entwirft eine Maschine, mit der er die Enterprise zum Wackeln bringen kann und irgendwie bringt er es fertig, die alleinige Kontrolle über das Holodeck zu erlangen. Sein Ziel: Er will außerhalb des Holodecks weiter leben können. Doch Picard sagt ihm, dies sei nicht möglich. Moriarty sieht das ein und lässt sich deaktivieren. Ende.

Die Folge ist bemerkenswert, weil es überraschend ist, einen dramatischen Konflikt durch Einsicht gelöst zu sehen. Coole Checker wie ich nennen das Antiklimax. Die Spannung steigt und steigt, aber auf dem Höhepunkt entlädt sie sich nicht in einer Konfrontation, sondern sinkt einfach wieder ab. Der Antiklimax enttäuscht bewusst die Erwartung an die Konfrontation. Was klug ist, denn wenn Erwartungen erfüllt werden, vor allem in Fernsehserien, ist das meistens unbefriedigend.

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TNG 2.2 – Where Silence Has Lease

Die Unternehmung trifft mitten im All auf einen Nichtort. Hier ist einfach nichts, aber das Nichts hat Koordinaten. Picard schießt Sonde rein, Sonde verschwindet. Er schießt noch eine rein. Verschwindet. Picard fliegt Schiff rein, und schwupps, sind sie gefangen im Nichts und es geschehen seltsame Dinge, die sich niemand erklären kann. Nur Pulaski, die einfach so auf der Brücke auftaucht wie früher Doktor McCoy, hat eine Idee. Sie fühlt sich an ein Testlabyrinth für Laborratten erinnert, womit sie dann auch Recht hat, denn das Nichts ist in Wahrheit ein gottähnliches Alien, das die Menschen nur ein bisschen untersuchen will. Los werden sie das Vieh mal wieder durch Picards Weisheit, denn er aktiviert die Selbstzerstörung der Unternehmung und aus irgendeinem Grund lässt das Wesen sie deshalb frei. beim Warten auf den Tod hört Picard natürlich dieses berühmte Stück von Eric Satie, denn Satie war Franzose und Jean-Luc ist auch Franzose und Franzosen müssen französisch sterben. Die Folge ist nett, weil mysteriös und alle Crewmitglieder kommen zum Zug (außer Counselor Troi, die ohne erkennbares Schema mal auf der Brücke ist, mal nicht).