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Star Trek: The Next Generation

TNG 4.7 – Reunion

Die erste Folge, bei der ich einschlief. Ich wachte aber immer wieder auf und bekam viel mit. Klingonen sind cool, aber Klingonenfolgen? Klingonen werden uns immer als kriegsgeil verkauft, aber eigentlich stehen sie immer nur im Halbkreis und reden über Ehre, Rache, Ruhm und Rituale. Immerhin gibt’s am Ende zwei blutige Tode, erstens Worfs Freundin K’Ehleyr (bekannt aus The Emissary), die ziemlich blutig und sogar vor den Augen ihres Sohnes stirbt (übrigens Worfs Sohn), zweitens der Mörder K’Ehleyrs, der nicht ganz so spektakulär von Worf getötet wird (endlich darf Worf jemanden töten). Seinen Sohn schiebt Worf an seine Adoptiv-Eltern ab (bekannt aus Family).

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TNG 4.6 – Legacy

Hier lernen wir Tasha Yars Schwester kennen, Ishara Yar, die eine coole Lederjacke trägt und später, als sie sich auf der Enterprise eingelebt hat, einen arschritzenengen Ganzkörperanzug, der Seven of Nine aus Voyager und T’Pol aus Enterprise vorweg nimmt. Data verknallt sich in Ishara, aber Ishara entpuppt sich als böse Verführerin wie aus einem Joe Eszterhaz-Drehbuch. Picard verwendet mal wieder sein Lieblingswort Magnitude. Do you realize the MAGNITUDE of…? ist sein Lieblings-Satzanfang.

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TNG 4.5 – Remember Me

Doktor Crusher wundert sich: Einzelne Crew-Mitglieder verschwinden. Niemand außer ihr findet das seltsam. Niemand außer ihr erinnert sich an die Verschwundenen. Diese Folge markiert das steigende Interesses der Autoren an Folgen, die weniger Sternenflotten-Langeweile und mehr Twilight Zone sind. Dafür ist wohl vor allem Brannon Braga verantwortlich, der sich 2020 mit Books of Blood seinen Traum einer Horror-Anthologie erfüllen konnte. Remember Me ist spaßig, aber auch hier hätte ich mir den B-Plot weg gewünscht (auch wenn der Zeitreisende aus Where No One Has Gone Before auftaucht). Wäre besser gewesen, Crusher dabei zuzusehen, wie nach und nach alles um sie herum verschwindet, bis nichts mehr da ist, von mir aus auch mit Alles-nur-ein-Traum-Ende. Die Voyager-Folge Course: Oblivion hat ein ähnliches Konzept und schürft tiefer. Das ist eine ziemlich irre Folge, denn am Ende löst sich die Voyager komplett auf, ist weg und dann kommt der Abspann.

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TNG 4.4 – Suddenly Human

Als die Enterprise ein Talarianer-Schiff in Not rettet, findet die Crew unter der Besatzung einen menschlichen Teenboy, der bei den Talarianern aufwuchs. Counselor Troi zwingt Picard eine Vaterrolle auf, was Picard für eine schlechte Idee hält, womit er Recht hat. Ethische Konflitke beginnen, ein Talarianer-Schiff taucht auf, das den Jungen zurück haben will, der Captain des Schiffs ist der Vater des Jungen, und so weiter und so fort.

Lustig ist, wenn Picard und Troi dem Vater und dem Jungen Privatssphäre geben, indem sie sich ein paar Meter weiter mit dem Gesicht zur Wand stellen und dann einfach ein paar Minuten im Hintergrund so da stehen. Sie verlassen nicht den Raum, nein. Sie stellen sich direkt vor die Wand, drehen sich zur Wand, starren an die Wand, mehrere Minuten lang. Das ist Blair Witch Project. Ich verlange ein Youtube-Video namens Picard and Troi staring silently at a wall for minutes EXPLAINED.

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TNG 4.3 – Brothers

Am besten ist der Anfang, wenn Data plötzlich verrückt wird und alle wie selbstverständlich die Brücke verlassen, als ob es dafür ein Protokoll gebe. Doch wenn Data, nach einer Reihe von gescheiterten Versuchen ihn aufzuhalten, auf einen Planeten beamt, um seinen Erbauer, Dr. Noonien Soong, zu besuchen, wird daraus ein langweiliges Familientreffen, das auch durchs Auftauchen des bösen Lore kaum spannender wird. Für Brent Spiner-Fans sicher toll, weil er spielt alle drei Rollen.

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TNG 4.2 – Family

Family ist der Epilog zu The Best of Both Worlds, in dem Picard seine Familie in Frankreich besucht, Wesley mit seinem toten Vater abschließt und Worfs Eltern ihn auf der Enterprise besuchen, was Worf natürlich erst nervt, aber später findet er es doch gut und die Eltern freuen sich. Die Konfrontation zwischen Picard und seinem Bruder ist uninteressant, aber irgendwie hat es mich doch ergriffen, wie er ihm unter Schlamm und Tränen gesteht, dass seine Zeit bei den Borg ihn gebrochen hat. Und der arme Riker wurde vom Captain wieder zum Ersten Offizier degradiert.

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TNG 4.1 – The Best of Both Worlds, Part 2

Part 1 endet mit einem Cliffhanger: Riker muss entscheiden, ob er den Borg-Kubus mit Picard/Locutus drauf zerstören will oder nicht. Leider wird dieser Cliffhanger in Part 2 schwach aufgelöst. Der hochgepimpte Phaser richtet nichts aus und das Borgschiff nimmt Kurs auf die Erde. Mein Lieblings-Cliffhanger ist irgendwo in der zweiten Staffel von The Wire (2002-2008), wenn sich am Ende einer Folge heraus stellt, dass irgendjemand (ich weiß nicht, wer), ermordert werden soll und dieser Jemand in der nächsten Folge schon seit ein paar Tagen tot ist.

Riker wird nach der Assimilation Picards zum Captain befördert und macht Shelby zum ersten Offizier. Riker trägt nun vier Punkte auf dem Kragen, um glaubhaft zu machen, dass Picard vielleicht nicht wieder zurück kommt. Riker wird nun das im ersten Teil entfachte Chaos in wohlfühlige Fernseh-Besänftigung auflösen, eine vorhersehbare Prozedur. Langweilig und besänftigend gehen hier Hand in Hand.

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TNG 3.26 – The Best of Both Worlds, Part 1

Diese Folge zeigt zunächst das Kräftemessen zwischen Riker und der Gastfigur Commander Shelby. Shelby möchte neue Nummer Eins unter Captain Picard werden. Riker wurde nämlich der Captain-Job auf einem anderen Schiff angeboten. Dass Shelby Riker gewachsen ist, sieht man daran, dass sie ihn beim Pokern besiegt. In Shelbys Ehrgeiz und Sturheit sieht Riker sich selbst. Insgeheim bewundert er sie dafür und betrauert den Verlust dieser Merkmale in seiner Person.

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TNG 3.25 – Transfigurations

Eine lahme Folge, Mal wieder ein gottähnliches Wesen, das sich am Ende in Licht verwandelt und ins All fliegt. Lustige Worf-Momente.

Wieso hängen eigentlich auf einem Raumschiff überall schlecht gemalte Bilder von Planeten? Es wirkt, als bestünde die Crew aus esoterischen Teenagern. Fehlen nur noch Poster von silbernen Delphinen, die vor einem pinken Mond aus dem Ozean springen.

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TNG 3.24 – Ménage à Troi

Die für jede Staffel obligatorische Lwaxana Troi-Folge. Die Komödie wird diesmal vor allem durch die Ferengi erzeugt, die als hässliche, stinkende, intrigante und wassonstnochalles Viecher dargestellt werden. Man sieht zum ersten Mal ein Ferengi-Raumschiff von innen und lernt, dass Ferengi senfgelbe Matratzen mögen. Es geht darum, dass ein Ferengi auf Lwaxana Troi steht, also entführt er Lwaxana, Riker und Deanna Troi auf sein Schiff. Die drei versuchen zu fliehen, was auch beinhaltet, dass sich Lwaxana dem Ferengi anbieten muss. Was genau zwischen den Beiden passiert, wird nicht gezeigt, aber man kann davon ausgehen, er sie vergewaltigt.