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Star Trek: The Next Generation

TNG 7.10 – Inheritance

Data lernt die Ehefrau von Doktor Noonian Soong kennen. Sie behauptet, dass sie an der Entwicklung von Data mitgewirkt hat, sieht sich als „Mutter“ und redet über seine Programmierung wie über Erziehung. Wenn Data sich in jungen Jahren falsch verhalten hat, haben die „Eltern“ ein Programm geschrieben, um das falsche Verhalten auszumerzen. Kindern treibt man gern ihre Persönlichkeit und ihre Interessen aus und ersetzt sie durch Gehorsamkeit. Wenn die Herstellung von Menschen im Reagenzglas irgendwann normal ist, wird Gehorsamkeit wohl schon in den Genen stecken.

Doktor Noonian Soong ist der Doktor Frankenstein von The Next Generation. Soong wollte sich mit seinen Androiden tatsächlich Kinder schaffen. Und als seine Frau starb, baute er seine Frau originalgetreu nach. Wie Inheritance zeigt, baute er sie nicht nur originalgetreu nach, sondern entsprechend des Ideals, das er von ihr hatte. Er pflanzte ihr sogar über-idyllische Erinnerungen an die gemeinsame Zeit ein.

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TNG 7.9 – Force of Nature

Im ersten Drittel der Folge geht es viel um Datas Versuche, seine Katze Spot zu trainieren. Das klappt nicht, da Spot nicht macht, was Data sagt. Ich finde das gut, denn dadurch gibt es viele Katzen-Szenen. Je mehr Katzen-Szenen, desto besser. Im Rest der Folge geht es dann um irgendwas anderes mit Ferengis und dem negativem Einfluss des Warp-Antriebs aufs Universum als Klimawandel-Anspielung.

Zurück zur Katze! Geordi La Forge scheint Spot nicht zu mögen. Er will, dass Data sie trainiert. Ein mal schlägt er vor, die Katze, wenn sie nicht hört, mit einem Phaser zu betäuben. Data ist völlig schockiert von dieser Aussage. Als Geordi sagt, dass das ein Witz war, ist Data immernoch schockiert. Data liebt seine Katze.

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TNG 7.8 – Attached

Captain Picard und Doktor Crusher kommen sich näher. Dazu ist ein Gerät nötig, das beide telepathisch miteinander verbindet und sie zwingt, auf ihrer Flucht vor den Bösis, die sie entführt haben, ständig physisch einander nah zu sein. Sie sind gezwungen, gegenseitig ihre Gedanken zu hören und Gefühle zu spüren. So reden sie dann nach sieben Jahren endich über ihre Gefühle füreinander und einigen sich darauf, Freunde zu sein. Die Einigung wird am Ende der Folge halb revidiert, wenn Picard und Crusher wieder miteinander flirten und ihre Beziehung wieder verunklart wird. Die Autoren wollten die sexuelle Spannung zwischen den Beiden nicht ins All schießen.

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TNG 7.7 – Dark Page

Die letzte Lwaxana Troi-Folge, hier mit Enthüllungen über ein Trauma aus ihrer Vergangenheit. Es stellt sich heraus, dass sie neben Counselor Deanna Troi noch eine andere Tochter hatte, die jedoch tragisch verstarb. Lwaxama hat also nicht nur ihren Ehemann verloren, sondern auch eine Tochter. Vom Verlust dieser Tochter hat sie nie jemandem erzählt. Sie war also all die Jahre allein damit. Traurig. Jedoch faltet sich die Geschichte so sauber methodisch auf, dass das Zuschauen dröge ist. Lustig ist die Supertelepathen-Spezies, denn deren Gehirne ragen quasi aus dem Schädel heraus. Hierzu gehört ein kleines Mädchen, gespielt von Kirsten Dunst (ihre erste Rolle).

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TNG 7.6 – Phantasms

Die vielleicht beste Horrorfolge der Serie. Data träumt schlimm, zum Beispiel, dass Doktor Crusher per Strohhalm Rikers Hirn weglutscht und sich ein Stück von einer Torte abschneidet, die aussieht wie Counselor Troi. Dann klingelt das Telefon, er sucht danach und stellt fest, dass es in seinem Bauch ist. Er öffnet den Mund und Piepen ertönt. Die Träume verfolgen ihn auch in den Wachzustand, wo er manchmal Münder an den Körpern seiner Kollegen sieht. Und er hat einen seltsamen Drang, Troi zu erstechen. Was er auch tut, in einer Dressed To Kill-Fahrstuhlszene.

Um die Träume zu verstehen (und die seltsamen Fehlfunktionen an Bord der Enterprise), konsultiert Data Sigmund Freud auf dem Holodeck, dessen Analysen ihm aber nicht helfen. Später laufen auch Picard und La Forge in Datas Träumen herum und versuchen, sie zu entschlüsseln. Stellt sich raus, dass es für alles, was in Datas Träumen geschieht, eine richtige Interpretation gibt. Nämlich haben unsichtbare Parasiten die Enterprise gekapert und die Symbole in Datas Träumen geben genau Aufschluss darüber.

Susan Sontags berühmtester Essay ist wohl Against Interpretation (1966). Darin kritisiert sie den Ansatz, Kunst durch Interpretation eine klare Bedeutung anzudichten. Diese Art der Kunstbetrachtung zerstört laut Sontag die Kunst und auch das Verhältnis des Publikums zur Kunst, da sie Kunst einer Funktion unterwirft, nämlich der Funktion von Bedeutung. Genau das sehen wir auch in Phantasm: Traumbilder, die im Rahmen dieser sonst eher zahmen Serie durchaus verstörend wirken, verlieren am Ende der Folge ihre Sinnlichkeit, indem ihnen eine klare Bedeutung zugeschrieben wird.

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TNG 7.5 – Gambit, Part 2

Weiterhin kommandiert Data das Schiff und bestellt Worf in den Ready Room. Worf hat nämlich Datas Anweisungen vor versammelter Brückencrew in Frage gestellt. Es ist niedlich, wie die Beiden den Konflikt lösen und sich gegenseitig ihre Freundschaft versichern. Ansonsten sieht man Worf hier mal wieder lächeln. Und es gibt eine Psychowaffe, gegen die man sich wehren kann, indem man den Kopf von bösen Gedanken befreit (was bei der Sternenflottencrew natürlich perfekt funktioniert, denn da hat niemand böse Gedanken) und einen Bösi, der sich am Ende doch nur als unfreiwilliger Lakai des echten Bösis heraus stellt.

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TNG 7.4 – Gambit, Part 1

Picard ist tot und die Enterprise ermittelt. Natürlich stellt sich heraus, dass Picard doch nicht tot ist. Das Beste an der Folge ist, dass neben Picard auch Riker irgendwann die Enterprise verlassen muss, sodass Data der Captain wird und Worf der erste Offizier. Data beweist sich als ziemlich perfekter und entschiedener Captain, der die Enterprise auch allein führen könnte. Bei einer Besprechung im Konferenzraum erteilt er Befehle, sagt Dismissed und nimmt dann die typische Picard-hat-gesprochen-Pose ein, Hände zusammen gefaltet und ins Leere starrend. Er parodiert damit schön die Sinnlosigkeit dieser Geste.

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TNG 7.3 – Interface

Geordis Mutter ist verschwunden. Sie ist Sternenflottenkapitän und ihr Schiff verschollen. Alles spricht dafür, dass das Schiff zerstört wurde. Aber mit extrem niedriger Wahrscheinlichkeit lebt sie noch. Geordi hält an dieser Wahrscheinlichkeit fest, jedoch vergebens. Das titelgebende Interface ist ein Medium, über das ein Mensch eine Drone steuern kann. Der Mensch, in diesem Fall Geordi, projiziert sich selbst an den Ort, an dem sich die Drone befindet. Er nimmst sich selbst als Mensch wahr, kann herum laufen, sich umschauen, die Hände benutzen, steuert damit aber in Wahrheit eine Drone. Gutes Konzept, spielt aber nur eine Nebenrolle.

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TNG 7.2 – Liasons

Die Enterprise-Crew soll kulturellen Austausch mit den Eyaranern treiben. Hierzu kommen zwei Eyaraner an Bord. Troi und Worf sollen sie betreuen. Worf hasst Diplomatie und sein zu betreuender Eyaraner provoziert ihn ständig, was schließlich zur Prügelei führt. Trois Eyaraner will die ganze Zeit nur Süßigkeiten essen. Währenddessen fliegt Picard zusammen mit einem Eyaraner zu deren Heimatplaneten. Auf dem Weg stürzen sie auf einem anderen Planeten ab, wo eine zwielichtige Frau Picard gefangen hält, Gaslighting an ihm durchführt und versucht, ihn zu vergewaltigen. Wie sich schließlich herausstellt, ist in dieser Situation in einem doppelten Sinn nichts wie es scheint. Eine schön vignettenhafte Folge.

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TNG 7.1 – Descent, Part 2

Der größte Spaß dieser Folge besteht darin, Doktor Beverly Crusher als Captain der Enterprise zu sehen. Sie muss mit einer Crew aus der zweiten Reihe einen Weg finden, das Borgschiff zu zerstören. Und findet natürlich auch einen. Die Folge legt dabei stärkeren Fokus auf die unbekannte Fähnrich Taitt, gespielt von Alex Datcher, ihr einziger Auftritt in der Serie. Erinnert an The Arsenal of Freedom, in der Geordi La Forge ebenfalls sein erstes Kommando mit jungen unerfahrenen Fähnrichen abzuleisten hatte, die man davor und danach nie wieder sah.

Staffel 7 ist die letzte Staffel. Ich bin gespannt, da ich hier nur wenige Folgen kenne. Außerdem muss die Produktion dieser Staffel sehr stressig gewesen sein, weil Star Trek auf dem Höhepunkt seiner Popularität war. Parallel zu Staffel 7 wurde die zweite Staffel von Deep Space Nine gedreht, Voyager wurde vorbereitet und Star Trek: Generations, der erste TNG-Kinofilm, befand sich in Pre-Production, sodass er direkt im Anschluss an Staffel 7 gedreht werden konnte. Mal sehen, ob sich das in den einzelnen Folgen wiederspiegeln wird.