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Star Trek: The Next Generation

TNG 7.11 – Parallels

Frisch aus dem Urlaub stellt Worf fest, dass sich die Dinge um ihn herum ständig ändern. Manchmal sind es kleine Dinge, wie Bilder, die plötzlich woanders hängen, oder Gegenstände, die plötzlich woanders stehen. Mal sind es größere Dinge, wie dass Counselor Troi plötzlich Worfs Ehefrau ist, oder dass Worf plötzlich erster Offizier ist und Riker der Captain, weil Picard damals in The Best of Both Worlds nicht von den Borg gerettet werden konnte. Bevor Worf herausfindet, dass er in schnellem Takt von einem Paralleluniversum ins nächste springt, zweifelt er an seinem Verstand.

Das finde ich den interessantesten Aspekt an dieser Folge: dass Worf in eine Position geworfen wird, die ihn an sich selbst zweifeln lässt. Die Veränderungen in den Paralleldimensionen sind teilweise so klein, dass er sich nicht sicher sein kann, ob sie überhaupt stattgefunden haben. Worf erlebt eine ähnliche Verwirrung, wie sie Gaslighting-Opfer erleben, die in der Filmgeschichte überwiegend von Frauen gespielt wurden. Ausnahmen sind, neben Worf in Parallels, George C. Scott im Spuk-Horrorfilm The Changeling (1980) oder Adrien Rawlins/Daniel Radcliffe in The Woman In Black (1989/2012).

Parallels ist auch eine Fan-Folge, da sich die verschiedenen Paralleldimensionen oft auf vergangene Serien-Momente beziehen, wie zum Beispiel den Kampf gegen die Borg. Wenn am Ende tausende von Enterprise-Raumschiffe in derselben Dimension auftauchen, entsteht ein riesiges intertextuelles Netzwerk, ein Bilderbuch früherer Staffeln. Und es ist schön, Worf und Troi einander näher kommen zu sehen.