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Star Trek: The Next Generation

TNG 1.26 – The Neutral Zone

Letzte Folge der ersten Staffel, erste Begegnung mit den Romulanern und erste Andeutungen einer Bedrohung, die sich erst einige Folgen später vorstellen wird.

Diese Folge ist ein Glücksfall, denn im Jahr 1988 gab es den Streik der Writers Guild of America. Dieser Streik dauerte fünf Monate, von März bis August 1988. Neuntausend Autoren in Film und Fernsehen verweigerten ihre Arbeit und forderten von der Alliance of Motion Picture and Television Producers Gewinnbeteiligung an Reruns und Video-Veröffentlichungen, größeres kreatives Mitspracherecht und mehr Gehalt beziehungsweise Zeit, um ihre Drehbücher zu schreiben. Aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen für die Autoren wurden viele der Staffel-Eins-Drehbücher von Star Trek: The Next Generation innerhalb weniger Tage geschrieben. Für Feinschliff war keine Zeit, da die Produzenten den Autoren diese Zeit nicht bezahlen wollten. Viele Drehbücher waren zu Drehbeginn noch nicht fertig gestellt, sodass man der ersten Staffel nur Komplimente für ihre dennoch meist fokussierten Geschichten machen kann, zumal die Produktion wegen des Streiks noch chaotischer wurde. Andere Serien, zum Beispiel McGyver, mussten die Produktion vorübergehend einstellen. Serien, die weiter liefen, wie eben TNG, wurden merklich schlechter, da keine erfahrenen Autoren dran saßen. Die Zuschauerzahlen sanken und viele Serien mussten abgesetzt werden.

The Neutral Zone war ursprünglich als Doppelfolge geplant, in der die Enterprise sich mit den Romulanern zusammen tut, um die Borg zu besiegen. Doch zum Glück hat der Streik diese Pläne vereitelt, sonst wäre es nie zu jenem ersten beunruhigenden Händedruck mit den Borg in Q Who (Staffel 2) gekommen. Ohne den besonderen dramaturgischen Ansatz von Q Who wären die Borg niemals zu den größten Antagonisten im Star Trek-Universum geworden.

Der Beginn einer Geschichte sind die ersten Wucherungen einer Wurzel, die unveränderbar in gewisse Richtungen streben. Der Beginn der Ferengi als Bösewichte für The Next Generation war ein Reinfall, denn die Ferengi konnten nach ihrer lächerlichen Einführung nur lächerlich weiter geführt werden. Wären die Borg bei ihrem ersten Auftritt direkt besiegt worden, hätten sie niemals den Ruf als unzerstörbare Spezies bekommen. Sie wären vielleicht interessant gewesem, aber wenig bedrohlich.

Meine Lieblingsfolgen der ersten Staffel sind Where No One Has Gone Before, Justice und The Arsenal of Freedom. Wirklich schlecht fand ich nur Too Short A Season und Symbiosis.