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Star Trek: The Next Generation

TNG 1.9 – The Battle

Picard hat Kopfschmerzen, was laut Doctor Crusher höchst ungewöhnlich ist in der Star Trek-Zukunft, denn solch simple medizinische Probleme wurden längst gelöst. Könnte das irgendwas mit dem Ferengi-Schiff zu tun haben, dem die Enterprise in dieser Folge begegnet? Wie in Lonely Among Us ist Picard im letzten Drittel dieser Folge nicht mehr er selbst und die Crew muss ihn bekämpfen und retten zugleich. Mal wieder liefert Wesley Crusher, dieser Mozart der Technik, am Ende den entscheidenden Hinweis und mal wieder dankt ihm am Ende niemand.

Die Ferengi kommen in dieser Folge schon etwas netter rüber als in The Last Outpost, zwar noch immer gierig und hintertrieben, aber hier ist es nicht das Volk der Ferengi an sich, sondern ein einzelner, der die Probleme macht. Und der wird am Ende von seinen Ferengi-Kollegen für sein Verhalten bestraft.

In dieser Folge ist auch zum ersten Mal die Rede von einem legendären Flugmanöver, dem „Picard-Manöver“, das Picard vor zig Jahren als Captain der Stargazer erfand, um ein Ferengi-Schiff abzuschießen. Die Crew schwelgt in glorreichen Erinnerungen an den hypergeilen Abschuss eines möglicherweise unschuldigen (das wird noch zu klären sein) Ferengi-Schiffes.

Diese Folge zeigt vor allem, wie wirksam Patrick Stewart als Gefolterter ist. Stewart gibt der Figur des Captain Jean-Luc Picard etwas Verletzliches, fast Gebrechliches, mit seiner Halbglatze, den weißen Haaren, seinem kleinen schmächtigen Körper und diesem freundlichen Habitus, der immer auf der Grenze zwischen Respekt und Unterwürfigkeit hin und her pendelt. So sorgt man sich schon um sein Leben, wenn er nur mal Kopfschmerzen hat.