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Film

Twins of Evil (1971)

Die Horrorfilme von Hammer sind nie wirklich gruselig oder spannend, aber wenn sie gut sind, zelebrieren sie die Hin- und Hergerissenheit zwischen erzreaktionärer Frommheit und totaler Triebhaftigkeit in Form von lustiger psychoanalytischer Symbolik. In Twins of Evil ist Peter Cushing ein Hexenjäger, der alle paar Nächte mit seinen Hexenjägerfreunden auszieht, um eine junge Frau zum Verbrennen zu finden. Feuer steht hier für männliche Potenz. Die Hexenjäger verbrennen also Frauen, um sich zu beweisen, dass sie noch einen hoch kriegen (was als Deutung der echten Hexenjagden sicher nicht weit hergeholt ist).

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Star Trek: The Next Generation

TNG 3.17 – The Sins of the Empire

Nach Yesterday’s Enterprise eine weitere legendäre Folge, mit der ich nichts anfangen kann. Es geht um Worf, der sich dem klingonischen Gericht stellen muss und seine Ehre verliert. Sein Bruder ist auch dabei und Picard macht ein bisschen Detektivarbeit. Keine Ahnung.

Ich befrage also den DSi, den Deutschen StarTrek-Index. Da ich über die Jahre immer wieder drüber gestolpert bin, betrachte ich ihn als Institution für alle deutschen Star Trek-Fans. Kern ist ein Episodenguide, der alle Episoden fast aller Star Trek-Serien zusammenfasst, beurteilt und Punktbewertungen in den Kategorien Spannung, SFX und Handlung vergibt.

Der DSi gibt The Sins of the Empire je sechs von sechs Punkten für Spannung und Handlung, aber nur drei von sechs für die Effekte. Das ergibt insgesamt fünf von sechs Punkten. Der Text im Abschnitt „Bewertung“ lobt erstens, dass die Folge eine gute Handlung hat, ohne zu sagen, was an der Handlung gut ist, und zweitens, dass die Folge mit früheren und späteren Folgen zusammen hängt. Der Autor freut sich, dass dadurch ein „roter Faden“ entsteht, „den man [in TNG] vorher vergeblich suchte“. „Sehr merkwürdig“ findet er „die vierstellige Sternzeit, die Picard bei seinem Eintrag ins Computerlogbuch zu Beginn der Episode nennt“, weil die Sternzeit korrekterweise fünfstellig sein müsste.

Ich hab jetzt auch einen Star Trek-Index (zu finden unter dem Link „TNG-Index“ ganz unten), auch mit Bewertungen. Nur vier mögliche Sterne. Sterne, weil die besser zu Star Trek passen als Punkte. Und vier, weil vier Bewertungseinheiten genug sind für eine Spaß und nichtssagend genug, um nicht ewig drüber nachdenken zu müssen. Also auch keine null Sterne, keine halben, kein gar nichts. Nur eins, zwei, drei oder vier. Ich bin der neue deutsche Star Trek-Index!

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Star Trek: The Next Generation

TNG 3.16 – The Offspring

Data baut sich eine Tochter namens Lal. Er will ihr ein Vater sein und sie will sich in die menschliche Gesellschaft einfügen. Das ist an sich schon schwierig genug, aber darüber hinaus will die Sternenflotte Lal für ihre Untersuchungen von der Enterprise runter befehlen, weg von Data, ihrer einzigen Bezugsperson. Lal bekommt nun, ungewöhnlich für eine Androidin, Angst. Das führt zu einer furchteinflößenden Szene, in der sie sich selbst immer wieder mit den Fingerspitzen gegen den Brustkorb hämmert, als wollte sie die Angst weg hämmern.

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TNG 3.15 – Yesterday’s Enterprise

Durch eine Weltraum-Anomalie wird der Lauf der Zeit verändert und plötzlich befinden wir uns in einer Paralleldimension. Hier ist nun die Brücke total düster und das Raumschiff Enterprise ist das Kriegsschiff Enterprise und aus Sternzeit wird Kampfzeit. Das Interessante ist, dass die Figuren trotz allem genauso sind, wie wir sie aus der Serie kennen. Picard ist der weise Gott, Riker der lockere Macker, und so weiter. Nur dienen sie eben jetzt auf einem Kriegsschiff. Das zeigt, wie unpolitisch die Charaktere sind. Sie würden wohl auch ohne Zögern für die Nazis in den Krieg ziehen. Abgesehen davon finde ich nichts Spannendes an der Folge und verstehe ihren Status als eine der allerbesten Star Trek-Folgen überhaupt nicht.

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Star Trek: The Next Generation

TNG 3.14 – A Matter of Perspective

Ich schreibe seit einem viertel Jahr jeden Tag über eine Folge The Next Generation. Dabei habe ich den Sexismus der Serie immer wieder angesprochen (siehe Encounter At Farpoint, Angel One oder The Child). Ich hätte durchaus deutlicher sein können, denn TNG zelebriert Rape Culture. Das zeigt sich vor allem in der Figur des Commander Riker, dessen Frauenverachtung in der Serie als Running Gag funktioniert.

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TNG 3.13 – Déjà Q

Mal wieder eine unterhaltsamere Folge. Q kommt auf die Enterprise. Ihm wurden die Q-Kräfte geraubt. Er will auf der Enterprise anheuern, ein Teil des Teams werden, muss dabei das Menschsein lernen, Gefühle wie Hunger und Müdigkeit aushalten und die Missgunst so ziemlich aller Crewmitglieder. Eine interessante Prämisse, einem Gott seine Fähigkeiten zu nehmen und aufzuzeigen, dass dieser Gott überhaupt keine Ahnung hat von den Alltagsproblemen irdischer Lebewesen. Am Ende bekommt Q seine Kräfte wieder und bedankt sich mit guten Taten.

Hat Q irgendwas mit Qanon zu tun? Wahrscheinlich schon. Es ist jedenfalls wahrscheinlich, dass der Name Q von Star Trek kommt, da viele Leute aus Internetforen wie 4chan Star Trek-Fans sind und Q in der Serie immer mal wieder überraschend vorbei kommt, um auf verrätselte Art ein bisschen Wissen zu droppen. Auch glaube ich, dass viele Star Trek-Fans auch Trump-Fans sind, aber dazu muss ich erst noch meine Gedanken ordnen und gehe dann vielleicht bei einer späteren Folge genauer darauf ein. Tschüs, bis bald!

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TNG 3.12 – The High Ground

Letzte Folge von Melinda M. Snodgrass, und schlechteste. Die Enterprise ist im Orbit eines terrorgeplagten Planeten. Die Widerstandskämpfer entführen Doktor Crusher und wollen, dass sie deren Verletzte verarztet und die Enterprise will Doktor Crusher befreien. Gähn, gähn, gähn. Sechzigste Folge. Wie lang halte ich das noch aus?

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TNG 3.11 – The Hunted

Hier taucht James Cromwell auf, juhu! Mir ist er vor allem als zwielichtiger Mann in Machtpositionen bekannt, zum Beispiel in L.A. Confidential (1997) und Species 2 (1998). Aber da wir über Star Trek reden, ist wichtig zu sagen, dass er auch Doktor Zefram Cochrane in Star Trek: First Contact (1996) spielte. Ich merke, dass ich auch über diese Folge nicht viel zu sagen haben und auch keine Lust, den Inhalt zusammen zu fassen. Wie langweilig Inhaltsangaben sind. Was passiert denn eigentlich in der Folge? Ich weiß es nicht mehr. Skip it!

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TNG 3.10 – The Defector

Die zweite Folge von Ronald D. Moore ist eine ziemlich gute Romulanerfolge, in der die Enterprise mittels ausgeklügelter Intrige in die Neutrale Zone gelockt wird, weil der Romulaner-Captain aus The Enemy Rache an Picard üben will. Wie The Bonding ist auch diese Folge extrem dicht, mit vielen intensiven Zweierszenen. Ich würde mehr schreiben, wenn ich nicht so müde wäre. Am Morgen des Tages, an dem ich das hier schreibe, gab es nämlich eine Invasion der Bauarbeiter, die bohrten und hämmerten und sich laut lachend unterhielten. Niemand ist so konsistent wie Bauarbeiter. Selbst wenn die Welt untergegangen ist, wird es die Bauarbeiter geben. Ich verstehe nicht, warum überhaupt noch andauernd irgendwas gebaut werden muss. Wurde nicht schon genug gebaut? Es gibt so viele Häuser! Wir können doch auch einfach mal zehn Jahre lang nichts bauen.

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TNG 3.9 – The Vengeance Factor

Die Eröffnung spielt auf einem Planeten, wo alles grün aussieht, wie in einem viragierten Stummfilm. Viel mehr fällt mir zu dieser Folge nicht ein. Man kann sich mal wieder vor Riker ekeln, wie er jede Frau bei der Begrüßung mit den Augen von oben nach unten abscannt. Rikers Mätresse in dieser Folge ist von Beruf Dienerin und will Riker auch sexuell dienen. Doch Riker will das nicht, er will sie auf Augenhöhe. Irgendwann stellt sie sich als Attentäterin heraus, was Riker am Ende zwingt, sie mit dem Phaser zu töten. Wenn es eins gibt, was man als Star Trek-Schauer weiß, dann, dass man Phaser auf Betäubung stellen kann. Ein anderer häufig gesagter Satz ist: Listen to me, you don’t have to do this! Es gibt auch eine ziemlich miese Ermittlungsszene, in der Leute vor einem Bildschirm sitzen und besprechen, was man in den Computer eingeben könnte, um an die entscheidende Info zu gelangen.